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Internet-Pionier: Yahoo will zurück an die Börse

Yahoo -CEO Jim Lanzone will das Unternehmen wieder an die Börse bringen – und nach interessanten Übernahmemöglichkeiten Ausschau zu halten.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Der Yahoo-CEO hat einiges mit dem Unternehmen vor. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Der Yahoo-CEO hat einiges mit dem Unternehmen vor. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Der Internetkonzern Yahoo plant seine Rückkehr an die Börse. Das erklärte der Chef des Web-Pioniers, Jim Lanzone, gegenüber der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) (FT). Damit wolle er dem im Silicon Valley ansässigen Unternehmen wieder zu altem Glanz verhelfen, so seine Begründung. Yahoo sei "finanziell bereit" und sehr profitabel, hieß es in dem Bericht.

Yahoo wurde erstmals 1996 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und in der Folge zu einer der beliebtesten Websites weltweit. 2017 übernahm der US-Telekomkonzern Verizon das schwächelnde Portal und legte es mit AOL zusammen. Die Marke hatte deutliche Einbußen im Wettbewerb mit Tech-Unternehmen wie Google und Facebook hinnehmen müssen.

Seit 2021 gehört Yahoo dem Finanzinvestor Apollo aus New York, der das Unternehmen für rund 5 Milliarden US-Dollar (4,6 Milliarden Euro) von Verizon kaufte.

Lanzone will nach Übernahmemöglichkeiten Ausschau halten

Lanzone verwies in dem Gespräch mit der FT auch darauf, dass Yahoo heute noch zu den fünf beliebtesten Internetseiten weltweit gehöre. Zudem zählen Marken wie Yahoo Finance oder auch Techcrunch zu dem Unternehmen.

Lanzone kündigte an, die Augen nach interessanten Übernahmemöglichkeiten offenzuhalten. Erst kürzlich kaufte Yahoo die Sportwetten-App Wagr auf, um sein Sportgeschäft zu erweitern.

Lanzone, der zuvor der Online-Datingplattform Tinder vorstand, kam 2021 mit der Aufgabe, aus Yahoo wieder ein eigenständiges Unternehmen zu formen. Ihm zufolge war es unter dem Dach von Apollo aber möglich, strukturelle Veränderungen vorzunehmen und ein solides Geschäftsmodell aufzubauen – daher blieb die Ausgliederung aus.


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