Abo
  • Services:

Internet.org: Facebook entwickelt leuchtenden Datenempfänger

Ein leuchtender Ballon, der Daten empfängt, die per Laser übertragen werden: Facebook-Mitarbeiter haben ein System für die optische Datenübertragung entwickelt. Es ist Teil des Projekts, entlegene Regionen der Welt aus der Luft mit schnellem Internet zu versorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Optischer Empfänger: weniger Fehler bei der Datenübertragung
Optischer Empfänger: weniger Fehler bei der Datenübertragung (Bild: Facebook)

Einen Ballon für drahtloses Internet haben Mitarbeiter von Facebooks Connectivity Lab entwickelt. Er ist eine Empfangsstation für Datenübertragung mit Licht. Die Entwickler stellen das System in der Fachzeitschrift Optica vor.

Stellenmarkt
  1. niiio finance group AG, Dresden, Frankfurt am Main, Görlitz
  2. Capgemini Deutschland GmbH, Stuttgart

Der Ballon empfängt Daten, die mit einem Laser im sichtbaren und im Infrarot-Spektrum übertragen werden. Er besteht aus Bündeln von Glasfasern, die mit einem organischen Farbstoff gefüllt sind. Die Fasern absorbieren Licht und leiten es an eine Fotodiode weiter. Diese dekodiert die Informationen, die mit dem Laser übertragen wurden.

Licht ist nicht reguliert

Datenübertragung mit Licht hat einige Vorteile gegenüber Funk: Licht ist nicht reguliert, und es kommt zu weniger Überlagerungen. Als Empfänger dient eine Halbeiter-Fotodiode. Für eine schnelle Übertragung muss diese jedoch sehr klein sein - je größer die Diode, desto langsamer wird sie. Für Datenübertragungsraten im Gbps-Bereich darf sie nicht größer sein als 1 Quadratmillimeter.

Wenn sich ein Laserstrahl über eine größere Distanz fortbewegt, wird er größer - größer als der Detektor, der auf eine größere Entfernung nur noch einen Teil der Signale erfassen kann. Außerdem wird es auf große Entfernungen sehr schwierig, einen so kleinen Detektor zu treffen. Das ist bei dem Ballon des Teams um Thibault Peyronel und Tobias Tiecke einfacher: Der Ballon kann aufgrund seiner Form von allen Seiten mit Daten beschossen werden. Die Detektoren sind Glasfaserbündel mit einer Fläche von jeweils 126 Quadratzentimetern.

Aus Blau wird Grün

Die Fasern sind dafür ausgelegt, blaues Licht aufzunehmen. Zur Datenübertragung wird deshalb ein blauer Laser eingesetzt. Das Licht trifft auf die Fasern, und der Farbstoff wandelt das blaue Licht per Lumineszenz in grünes. Die Faser leitet das grüne Licht auf die Fotodiode. Mit diesem System konnten die Entwickler Daten mit einer Geschwindigkeit von mehr als 2 Gbps übertragen.

Da der Ballon sehr viel größer ist als ein Halbleiter-Detektor, muss der Laser nicht so präzise ausgerichtet werden. Außerdem kann er deutlich mehr Licht absorbieren, was wiederum die Fehlerquote bei der Übertragung verringert.

Facebook hat das Connectivity Lab 2014 gegründet. Es ist Teil der Facebook-Initiative Internet.org, die schnelles Internet auch in entlegene Regionen der Erde bringen soll. Im vergangenen Jahr teilteFacebook-Chef Mark Zuckerberg mit, dass das Connectivity Lab an einem Laserkommunikationssystem arbeite. Als Kommunikationsstationen sollen unbemannte Fluggeräte dienen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Beyerdynamic DTX 910 Kopfhörer, NZXT H700i Gehäuse, HP Notebook)
  2. (u. a. Canon EOS 2000D + Objektiv 18-55 mm für 299€ statt 394€ im Vergleich)
  3. ab 119,99€
  4. 263,99€

thesmann 21. Jul 2016

Und? Was wird denn heute noch unverschluesselt uebertragen? Oder willst du Solarzellen...

NotAlive 21. Jul 2016

Normalerweiße bringt man Kuchen mit, wenn man geht. :D

thesmann 21. Jul 2016

Ich vermute mal das meiste Geld wird einmalig in die Entwicklung gesteckt. Wenn man dann...


Folgen Sie uns
       


Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti)

Wir haben die Reflections Raytracing Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti und auf einer GTX 1080 Ti ablaufen lassen.

Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti) Video aufrufen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40: Es kann nur eines geben
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40
Es kann nur eines geben

Nicht nur Lenovo baut gute Business-Notebooks, auch HP und Toshiba haben Produkte, die vergleichbar sind. Wir stellen je ein Modell der beiden Hersteller mit ähnlicher Hardware gegenüber: das eine leichter, das andere mit überlegenem Akku - ein knapper Gewinner nach Punkten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Portégé X20W-D-145 Toshiba stellt alte Hardware im flexiblen Chassis vor
  2. Tecra X40-E-10W Toshibas 14-Zoll-Thinkpad-Pendant kommt mit LTE
  3. Dell, HP, Lenovo AMDs Ryzen Pro Mobile landet in allen Business-Notebooks

    •  /