Abo
  • Services:

Internet of Things: Bricker Bot soll 2 Millionen IoT-Geräte zerstört haben

Wie weit darf der Kampf gegen unsichere IoT-Geräte gehen? Diese Frage wird spätestens seit Aufkommen der Bricker-Bot-Software diskutiert. Der mutmaßliche Entwickler sagt: Ich habe 2 Millionen unsichere Geräte aus dem Netz entfernt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ziegelsteine.
Ziegelsteine. (Bild: Koppi2/GNU Free Documentation License.)

Der Kampf gegen unsichere IoT-Geräte im Netz geht weiter: Sicherheitsforscher haben in den vergangenen Tagen erneut Aktivitäten des sogenannten Bricker Bots beobachtet - eine umstrittene Software, die unsicher konfigurierte Internet-of-Things-Geräte im Netz aufspürt und unschädlich machen soll, damit diese nicht in Botnetzen wie Mirai eingesetzt werden können.

Stellenmarkt
  1. Rhodia Acetow GmbH, Freiburg im Breisgau
  2. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe

Der Sicherheitsforscher Pascal Greenens sagte Ars Technica: "Wie bei Bricker Bot 1 war der Angriff in dieser Woche ein kurzer, intensiver Ausbruch." Die Angriffe seien zwar kürzer gewesen als die viertägige Kampagne der ersten Instanz, aber deutlich intensiver. Die Bricker Bot 3 genannte Variante habe innerhalb von nur 15 Stunden 1.295 Angriffe durchgeführt. Mittlerweile wurde eine vierte Variante entdeckt. Beide Versionen sollen im Vergleich zu den Vorgängern weiterentwickelte Skripte haben, um Geräte noch effektiver unschädlich machen zu können.

Mehrere Honeypot-Geräte der Firma Radware wurden durch einen Angriff von Bricker Bot offenbar so beschädigt, dass auch die Wiederherstellung der Fabrikeinstellungen keinen Erfolg hatte. Die Funktionalität des Gerätes scheint damit endgültig beschädigt.

Der Hausmeister des Internetbricks

Bei Bleeping Computers hatte ein Hacker mit dem Pseudonym Janit0r behauptet, mittels Bricker Bot seit Januar bereits mehr als 2 Millionen Geräte unschädlich gemacht zu haben. Unabhängig überprüfen lässt sich diese Zahl nicht, in E-Mails an Bleeping Computer konnte die Person allerdings zahlreiche detaillierte Informationen über die Funktion von Bricker Bot preisgeben, was für die Echtheit der Behauptungen spricht.

Die permanente Zerstörung von IoT-Geräten ist in jedem Fall illegal und ein Eingriff in die Eigentumsrechte der Besitzer. Das Vorgehen ist daher auch in der Hackerszene umstritten, da Bricker Bot, anders als zum Beispiel die freundlich gesinnte Wifatch-Malware nicht nur einen Hinweis für die Nutzer hinterlässt, sondern Geräte tatsächlich zerstört.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate kaufen
  2. 39,99€ statt 59,99€
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

forenuser 27. Apr 2017

Das habe ich gar nicht geschrieben. Aber wenn man sich derlei anlacht, dann setzt man...

FreiGeistler 27. Apr 2017

Wenn man das Paxswort überhaupt ändern kann, was bei IoT ja selten der Fall ist. Selber...

Aleksandr 27. Apr 2017

Illegalle Aktivitäten hin oder her. Der Hersteller hat bei einem herstellungsbedingten...

thorsten... 26. Apr 2017

Notwehr? Wo war die persönliche Botnetz-Attacke gegen diesen kleinen Bricker-Entwickler...

SuiCid 26. Apr 2017

Otto Normal: Bunt Man kann klicken Macht was es soll = Macht nicht was es nicht soll...


Folgen Sie uns
       


Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut

Im Supercut zur WWDC 2018 zeigen wir in zehn Minuten, was Apple Entwicklern und Nutzern von iOS 12, MacOS Mojave und WatchOS 5 und TvOS präsentiert hat.

Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
    In eigener Sache
    Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

    IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

    1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
    2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
    3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

    CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
    CD Projekt Red
    So spielt sich Cyberpunk 2077

    E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
    Von Peter Steinlechner


        •  /