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Internet: Google-Patent personalisiert Unternehmens-Webseiten mit KI

Durch das Google -Patent könnten Webseitenbetreiber die Kontrolle über ihren Internetauftritt verlieren.
/ Mike Faust
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Google könnte Webseiten zerlegen und im eigenen Sinn wieder zusammensetzen. (Bild: Lionel BONAVENTURE / AFP via Getty Images)
Google könnte Webseiten zerlegen und im eigenen Sinn wieder zusammensetzen. Bild: Lionel BONAVENTURE / AFP via Getty Images

Google wurde am 27. März 2026 ein Patent zugeteilt, das KI-generierte und auf bestimmte Nutzer zugeschnittene Inhaltsseiten beschreibt. Wie Forbes berichtet(öffnet im neuen Fenster) , beschreibt das Patent ein System, das Webseiten von Unternehmen in Echtzeit analysiert und diese durch eine KI-generierte Version ersetzt, sollte sie für bestimmte Nutzer nicht optimal funktionieren.

Stellen Nutzer eine Suchanfrage, generiert Google laut dem Patent(öffnet im neuen Fenster) eine Standard-Suchergebnisseite und bewertet gleichzeitig die relevanteste Landingpage anhand von Faktoren wie Konversions- und Absprungrate, Klickrate sowie Designqualität. Fallen diese Werte unter einen bestimmten Schwellenwert oder bietet die Webseite nicht die gewünschten Inhalte, werden die Suchergebnisse aktualisiert und enthalten dann einen Link zu einer KI-generierten Alternative.

Bei der alternativen Seite soll es sich dann nicht um eine zwischengespeicherte Kopie der Webseite handeln, sondern um eine dynamisch zusammengestellte Seite, die auf dem Suchverlauf und dem Kontext der Nutzer sowie Informationen der Originalseite basiert.

Markenerlebnis wird von Google präsentiert

Das Patent beschreibt dabei auch personalisierte Überschriften, Produktfilter, Feeds, Links zu Detailseiten und einen integrierten Chatbot. Das komplette Markenerlebnis wird dann von Google, und nicht wie vom Unternehmen angedacht, erstellt.

In einigen Fällen sollen zudem gesponserte Links eingebunden werden können und auch in gesponserten Beiträgen können Links zu KI-generierten Webseiten enthalten sein. Das hätte zur Folge, dass Werbetreibende für Klicks bezahlen, die zu einer Webseite führen, die nicht von ihnen selbst erstellt wurde.

Das Patent steht laut Forbes in direktem Zusammenhang mit Googles im Februar 2026 eingeführtem Protokoll WebMCP (g+) . Dieses erlaubt es Webseitenbetreibern, strukturelle Funktionen direkt für KI-Bots bereitzustellen, wodurch diese Elemente und Inhalte nicht selbst anhand von Screenshots analysieren müssen. Google kann die Webseiten von Unternehmen damit leicht in ihre Bestandteile zerlegen und mit dem Patent für KI-generierte Webseiten im eigenen Sinn wieder neu zusammensetzen.


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