Internet-Relikt: Google stellt Internet-Toolbar nach 21 Jahren ein

Manche dürften sich wundern, dass Googles Toolbar für den Internet Explorer überhaupt noch angeboten wurde.

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Google schafft seine Toolbar ab.
Google schafft seine Toolbar ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Google hat seine Toolbar für den Internet Explorer kurz vor deren 21. Geburtstag abgeschaltet. Das hat Ars Technica durch Zufall erfahren: Die Webseite wollte eigentlich zum Geburtstag am 11. Dezember 2021 einen Hands-on-Text veröffentlichen. Nachdem der Text bereits vor einiger Zeit fertiggestellt wurde, stellten die Journalisten allerdings in der zweiten Dezemberwoche fest, dass der Dienst eingestellt wurde.

Ars Technica vermutet, dass Google die Taskbar Anfang Dezember 2021 eingestellt haben muss. Zuvor hatte der Dienst noch funktioniert - wenn man denn angesichts der veralteten Software mit zahlreichen Links und Code-Fragmenten, die ins Leere führten, noch von funktionieren sprechen konnte.

Angesichts der Tatsache, dass Microsoft den Internet Explorer nicht mehr pflegt und mittlerweile komplett auf Edge umgestiegen ist, ist die Einstellung der Toolbar wenig verwunderlich - eher mutet der Schritt etwas verspätet an. Google selbst unterstützt den alten Browser mit seinen Diensten nicht mehr komplett.

Nutzen der Toolbar war seit einigen Jahren beschränkt

Da Ars Technica das Hands-on bereits fertig geschrieben hatte, hat die Seite den Text als eine Art Nachruf veröffentlicht. Kurz vor dem Ende der Toolbar zeigte sich, dass der Nutzen äußerst limitiert war: Dienste wie die Rechtschreibprüfung und der Übersetzer funktionierten nicht mehr, zahlreiche Dienste, für die sich Nutzer Shortcuts einstellen konnten, existieren seit Jahren nicht mehr.

So gab es unter anderem interne Verlinkungen auf Google Plus und Google Bookmarks sowie einstellbare Verlinkungen auf StudiVZ, Orkut und Picasa Web Albums - also Dienste, die es teilweise seit Jahren nicht mehr gibt.

Ars Technica weist allerdings zu Recht darauf hin, dass Googles Toolbar vor allem in ihren ersten Jahren eine für Nutzer sehr praktische Erweiterung für den Internet Explorer war - und Googles Einstieg in den Browsermarkt. Bevor das Unternehmen 2008 seinen eigenen Browser Chrome veröffentlichte, diente die Toolbar dazu, anderen Browsern die eigenen Dienste quasi unterzuschieben und so Nutzer zu binden.

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