Internet: Deutsche Polizisten sind oft digitale Analphabeten

Polizisten seien meist hilflos, wenn jemand einen "Datendiebstahl" meldet. Auch Fotos und Videos aus der Bevölkerung könnten nicht als Beweismittel verarbeitet werden, klagt der neue BKA-Chef.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Polizei in Bayern im Mai 2015
Polizei in Bayern im Mai 2015 (Bild: Michael Dalder/Reuters)

Die Polizei in Deutschland muss nach Ansicht von BKA-Präsident Holger Münch versierter mit Informationstechnologie werden. "Wie halten wir technisch Schritt? Das ist eine Riesenherausforderung", sagte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Münch (53) leitet seit knapp einem halben Jahr Deutschlands oberste Polizeibehörde.

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"Wenn ein junger Mensch in die Polizeistation kommt und einen Datendiebstahl anzeigt, dann hat der nicht fortgebildete Polizeibeamte ein Problem", sagte er. "Das Foto auf dem gesperrten Handy als Beweismittel zu sichern, das können heute nur Experten. Da müssen wir uns weiterentwickeln." Die Polizei müsse sich auch stärker den neuen Medien öffnen.

Bald werde es auch eine digitale Lösung für Hinweise aus der Bevölkerung geben. Münch hat dabei eine Situation vor Augen wie beim Anschlag auf den Boston-Marathon 2013 mit Hunderten Zeugen: "Viele Bürger in dieser Republik wollen uns Hinweise geben, Beweismittel schicken, Fotos, Videos. Die müssen wir aufnehmen können."

Wie knackt man lange Passwörter?

Im Kampf gegen die wachsende Internetkriminalität sollten die Bundesländer ihre Ressourcen vernetzen und das BKA als Dienstleister in Anspruch nehmen, sagte Münch. Die Zuständigkeit für die einzelnen Fälle solle selbstverständlich bei den Ländern bleiben. Münch sagte: "Wir brauchen einen Verbund und auch zentrale Stellen, die Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung stellen, damit ein Ermittler nicht unverhältnismäßig lange auf eine Datenauswertung warten muss." Da komme das BKA mit Spezialwissen ins Spiel: "Welche Methoden muss man entwickeln, um Daten im PByte-Bereich auswerten zu können? Wie knackt man lange Passwörter?"

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Die Datenflut in Fällen von Wirtschaftskriminalität oder Betrug sei ein Problem. Münch setzt hier auf eigene Kapazitäten der Polizei, denn die Erfahrung mit externen Dienstleistern sei gemischt: "Wie ich aus den Ländern erfahre, sind auch die Durchlauf- und Wartezeiten bei externen Anbietern länger geworden, denn auch die kämpfen mit dem wachsenden Datenvolumen."

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Zzimtstern 27. Mai 2015

Ich verstehe nicht so ganz, wie du die aufgebrachten Argumente nicht als geltend werten...

christian.wengel 27. Mai 2015

Hallo, ich verstehe deinen Post nicht ganz, einerseits schreibst du, dass es ohne...

MickeyKay 27. Mai 2015

Nee, so funktioniert das nicht. Polizei & Co. haben ja erst mal gar keinen Zugriff auf...

ibsi 27. Mai 2015

100%ige zustimmung. Mein Vermieter ist von Beruf Makler und naja, die Erfahrung die ich...



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