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Internet der Dinge: Transatel will Roaming mit Telefónica Deutschland erzwingen

Die Telefónica Deutschland muss der französischen Transatel reguliertes Großkunden-Roaming gewähren. Zuvor wurde dies wegen der mobilen Landeskennung 901 IMSI abgelehnt.

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Transatel hat den Firmensitz im Bezirk La Défense in Paris.
Transatel hat den Firmensitz im Bezirk La Défense in Paris. (Bild: Wikipedia/CC-BY-SA 2.0)

Der französische Mobilfunkprovider Transatel will Roaming im Netz der Telefónica Deutschland mit der Bundesnetzagentur durchsetzen. Das gab das Unternehmen am 26. Juni 2018 bekannt. Bereits Anfang des Monats hatte die Regulierungsbehörde zugunsten von Transatel entschieden, aber keine Namen der beteiligten Unternehmen verraten.

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Die Bundesnetzagentur verpflichtete die Telefónica Deutschland bei einem Streitbeilegungsverfahren, einen Vertrag für den Zugang zum regulierten Großkundenroaming vorzulegen. "Die Entscheidung setzt einen wichtigen Impuls für Wettbewerb und Innovationen auf den Vorleistungsmärkten gerade auch in den Bereichen wie dem Internet der Dinge oder der Kommunikation zwischen Maschinen", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Transatel ist als virtueller Mobilfunknetzbetreiber in verschiedenen Mitgliedstaaten tätig und bietet weltweit Mobilfunkdienste in den Bereichen Maschine-to Maschine (M2M) und Internet-of-Things (IoT) an. Transatel-Chef Jacques Bonifay sagte: "Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass es in Deutschland, dem größten europäischen Land, auch bei weitem am schwierigsten ist, Netzwerkzugang zu erhalten. Die deutschen Mobilfunkbetreiber halten den Zugang zum deutschen Markt für alternative Anbieter wie Transatel verschlossen."

Seit der Abschaffung der Roaminggebühren im Juni 2017 schließen die europäischen Mobilfunkprovider und Netzbetreiber für die Abrechnung der Datennutzungen Verträge für den Zugang zu regulierten Roamingdiensten für Großkunden. Doch die Telefónica Deutschland hatte einen Antrag eines französischen Unternehmens auf Vorlage eines Vertragsentwurfs abgelehnt.

901-IMSI-Nummern

Begründet wurde dies damit, dass Transatel seine SIM-Karten zur Identifikation seiner Kunden unter anderem mit besonderen, von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) zugeteilten 901-IMSI-Nummern versieht. Diese global zugeteilten Nummern würden nicht in den Geltungsbereich der Roaming-Verordnung fallen.

Die Bundesnetzagentur hat in einem Streitbeilegungsverfahren die Telefónica nach vorheriger Konsultation des Gremiums Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREK) verpflichtet, dem französischen Unternehmen innerhalb eines Monats den Entwurf eines Vertrags über den Zugang zum regulierten Großkundenroaming vorzulegen. Dabei kann Transatel die mobile Landeskennung 901 IMSI verwenden.



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