Internet der Dinge: Tizen ist Samsungs Betriebssystem für alles
Samsung hat viel mit Tizen vor. In einigen Jahren soll es das wichtigste Betriebssystem des Unternehmens werden. Jedenfalls wenn es um das Internet der Dinge geht.
Samsung ist derzeit der einzige Hersteller, der Geräte mit Tizen im Sortiment hat. Bisher war unklar, mit welchem Ziel das Betriebssystem ins Sortiment genommen wurde. Auf einer Tagung in Seoul habe sich Samsung zu seinen Plänen geäußert, berichtet Tizen Indonesia. "Tizen wird als 'Betriebssystem für alles' die Kern-Plattform werden", erklärte Choi Jong-deok (JD Choi), der Executive Vice President von Samsungs Software Center, auf dem SAS Forum 2015 in Korea als einer der Hauptredner. Es ist also für Geräte aus dem Bereich Internet der Dinge gedacht, in fünf Jahren sollen alle Geräte mit Samsung-Schriftzug miteinander verbunden sein.
Internet der Dinge bezeichnet Geräte, die bisher keine oder nur in Ausnahmefällen eine Internetanbindung haben. Das soll sich langfristig ändern, dann werden auch reguläre Haushaltsgeräte mit dem Internet verbunden sein. Das werden Kühlschränke, Öfen, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, aber auch Türschlösser sein.
Internet-der-Dinge-Ära hat begonnen
Nach Auffassung von JD Choi hat die "Ära des Internets der Dinge bereits begonnen". Für das Unternehmen sei es dabei besonders wichtig, dass alle Gerätschaften mit dem Samsung Hub verbunden sind. Die dabei anfallenden Daten würden von Big-Data-Plattformen analysiert. Im Jahr 2017 will das Unternehmen erreichen, dass "90 Prozent der Samsung-Geräte mit dem Internet der Dinge verbunden" sind. JD Choi geht davon aus, dass dies neben Smart-Home-Equipment auch den Bildungs- und Gesundheitsbereich betreffen wird.
Der weitere Plan des Unternehmens sieht vor, dass "nach fünf Jahren alle Samsung-Geräte miteinander verbunden sind". In den nächsten Jahren wird es also weitere Geräte von Samsung geben, auf denen Tizen läuft. Derzeit verwendet Samsung Tizen auf Smartwatches und auf Smart-TVs. Schon allein aufgrund der unterschiedlich großen Displays unterscheidet sich die Oberfläche auf beiden Geräteklassen erheblich.
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