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Internet der Dinge: Pinoccio - vernetzter und kompakter als Arduino

Die Pinoccio-Platine ist ein weiteres Crowdfunding-Projekt, das eine Arduino-Alternative darstellt. Die mit Akku bestückten Platinen sind nicht nur klein, sie vernetzen sich auch untereinander – wobei sie ein Wireless-Mesh bilden können.
/ Christian Klaß
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Pinoccio - Arduino-Alternative mit Wifi-Shield (Bild: Bean Labs)
Pinoccio - Arduino-Alternative mit Wifi-Shield Bild: Bean Labs

Ein komplettes Ökosystem zum Bau des Internets der Dinge, das soll Pinoccio(öffnet im neuen Fenster) bieten. Die für Selbstbau-Hardwareprojekte designte Platine soll besser ausgestattet sein als ein Arduino Uno, ähnlich leistungsfähig wie ein Arduino Mega – aber deutlich kompakter, vernetzter und zudem von Hause aus mit einem 550-mAh-Lithium-Polymer-Akku bestückt sein.

Da es sich bei Pinoccio um Open-Source-Hardware handelt, kann die Hardware von jedem modifiziert, erweitert und verbessert werden. Pinoccio ist zudem mit Arduino kompatibel, der Code vieler Arduino-Projekte soll auf den kleinen Systemen laufen.

Pinoccio bei Indiegogo vorgestellt
Pinoccio bei Indiegogo vorgestellt (03:33)

Optionaler Webservice

Pinoccio bietet einen optionalen Webservice an, bei dem jedes Pinoccio-Board ein eigenes Onlinezuhause mit eigener URL erhält. Webentwickler bekommen dabei REST-Endpoints, Webhooks und Websockets zur Verfügung gestellt. Für die Kommunikation zwischen Pinoccio und Webservice dient das Pinoccio-API(öffnet im neuen Fenster) .

Selbst wenn keines der auch als Micro-SD-Karten-Adapter dienenden WLAN-Module hinzugekauft wird oder eines der Wifi-Shields nicht im WLAN-Empfangsbereich liegt, können sich die Pinoccio-Platinen untereinander verbinden. Sie bauen ihr Mesh dann einfach über den auf Wireless Personal Area Networks (WPAN) spezialisierten Funkstandard IEEE 802.15.4 im 2,4-GHz-Bereich auf.

Ausstattung

Zu den Ausstattungsmerkmalen von Pinoccio(öffnet im neuen Fenster) zählen ein Microcontroller vom Typ ATmega128RFA1 mit 16 MHz Taktfrequenz, 16 KByte SRAM und 128 KByte Flashspeicher. Mit einer Akkuladung soll die Platine, abhängig von der Nutzung, mehrere Wochen bis Monate durchhalten können. Der Akku lässt sich über den USB-Anschluss aufladen.

Pinoccio verfügt über 17 digitale Ein- und Ausgabe-Pins, darunter vier mit Pulsweitenmodulation (PWM). Dazu kommen acht analoge Input-Pins, zwei in Hardware umgesetzte serielle Schnittstellen (UART), ein Hardware-SPU-Bus, ein dedizierter I2C-Bus, ein Onboard-Temperatursensor und eine Onboard-RGB-LED.

Auf dem Crowdfunding-Portal Indiegogo(öffnet im neuen Fenster) wollen die Pinoccio-Entwickler Eric Jennings und Sally Carson(öffnet im neuen Fenster) von Bean Labs nun 60.000 US-Dollar einsammeln(öffnet im neuen Fenster) . Erst wenn diese Summe überschritten wird, erhalten sie ihr Geld, anders als bei den flexiblen Kampagnen, die auf Indiegogo im Elektronikbereich recht verbreitet sind. Es sind aber bereits rund 17.000 US-Dollar zusammengekommen und bis zum 14. Februar 2013 ist noch Zeit. Pinoccio-Unterstützer erhalten ab 49 US-Dollar eine Platine ohne und ab 99 US-Dollar mit Wifi-Shield, jeweils zuzüglich Versandkosten.


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