• IT-Karriere:
  • Services:

Internet der Dinge: Livetags machen Alltagsgegenstände smart

Mit gedruckten Kupferplättchen ins Internet der Dinge: US-Forscher kleben kleine Kupferplättchen auf Gegenstände, um diesen per WLAN smarte Funktionen zu verpassen. Künftig wollen sie die Plättchen mit dem Drucker herstellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Livetags: druckbare Sensoren ohne Akku und ohne Chip
Livetags: druckbare Sensoren ohne Akku und ohne Chip (Bild: Xinyu Zhang/UCSD)

Ein Blatt Papier, ein bisschen Kupfer, WLAN - fertig ist die Fernbedienung für den Musik-Player, Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Diego (UCSD) drucken kleine Platinen aus Kupfer, die aus einem beliebigen Gegenstand ein Smart Device machen.

Stellenmarkt
  1. ITEOS, Stuttgart
  2. finanzen.de, Berlin

Livetags nennen die Forscher um Xinyu Zhang ihre Entwicklung. Sie bestehen aus einer dünnen Kupferfolie mit einem bestimmten Muster, die auf einen Träger auf ein flexibles, papierähnliches Trägermaterial gedruckt werden. Die Kupferfolie ist so beschaffen, dass sie WLAN-Signale reflektiert. Berührt der Nutzer ein Livetag, stört er die Reflexion und löst dadurch eine Aktion aus. Je nach Muster und Art des Materials kann das Livetag auch andere Wellen reflektieren, etwa Bluetooth oder Mobilfunk.

Zur Demonstration haben die Forscher eine einfache Fernbedienung konstruiert. Sie hat drei Bedienelemente: eine Taste zum Abspielen und Pausieren, eine, um zum nächsten Stück zu springen, sowie einen Schieberegler für die Lautstärke. Damit können sie ein über WLAN vernetztes Abspielgerät bedienen. Solche Bedienelemente könnten künftig an der Wand angebracht, in die Sofalehne oder sogar in die Kleidung integriert werden.

"Wir entwickeln günstige, druckbare Sensoren ohne Akku und ohne Chip, die Gegenstände des täglichen Lebens zum Teil des Internets der Dinge machen können", sagt Zhang. So lasse sich das Internet der Dinge immens erweitern und sei nicht mehr auf Smartphones, Smartwatches und andere High-End-Geräte beschränkt.

Anwendungen gebe es viele, sagen die Forscher. Sie stellen sich die unterschiedlichsten Fernbedienungen vor - nicht nur für Musikabspielgeräte, sondern auch für andere Funktionen des vernetzten Haushaltes wie die Beleuchtung. Eine andere Möglichkeit ist ein Monitor, der Dehydrieren verhindern soll. Eine Wasserflasche wird mit einem Livetag ausgestattet, das den Füllstand erfasst. Dabei sorgt das Wasser ähnlich wie der Finger für eine Störung der Reflexion des Funksignals.

Geschäfte könnten Livetags nutzen, um das Kundeninteresse an bestimmten Produkten zu erfassen. Bisher installieren die Geschäfte dazu Kameras, um zu erkennen, welche Produkte die Kunden anschauen. Livetags böten die Möglichkeit, diese Daten zu erfassen und dabei die Privatsphäre des Kunden zu wahren, sagt Zhang.

Ein Problem ist bisher die Reichweite: Ein Livetag darf derzeit nicht weiter als etwa einen Meter vom WLAN-Empfänger entfernt sein. Der nächste Schritt der Forscher wird deshalb sein, die Empfindlichkeit und den Erkennungsbereich zu verbessern. Zudem wollen sie ein Verfahren entwickeln, um die Livetags mit Tintenstrahldrucker auf herkömmliches Papier aufzubringen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1439,90€ (Vergleichspreis: 1530,95€)

Bendix 18. Aug 2018

Persönliches Profil?


Folgen Sie uns
       


Datenbasierte Archäologie im DAI

Idai World ist ein System, um archäologische Daten aufzubereiten und online zugänglich zu machen. Benjamin Ducke vom Deutschen Archäologischen Institut stellt es vor.

Datenbasierte Archäologie im DAI Video aufrufen
Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch
  3. Consumer Electronics Show Die Konzept-Messe

Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

    •  /