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Internet: Cloudflare macht IPv6 parallel zu IPv4 zur Pflicht

DNS-Anfragen werden bei Cloudflare künftig immer auch in IPv6 möglich sein. Kunden des DNS-Anbieters können die entsprechende Option jetzt nicht mehr deaktivieren. In Kooperation mit OpenDNS soll ein Request für IPv6 und IPv4 gleichzeitig entstehen.
/ Oliver Nickel
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OpenDNS und Cloudflare arbeiten zusammen für schnellere IPV6-Adressauflösung. (Bild: Cloudflare/Montage: Golem.de)
OpenDNS und Cloudflare arbeiten zusammen für schnellere IPV6-Adressauflösung. Bild: Cloudflare/Montage: Golem.de

Der Anbieter für Content Delivery Cloudflare lässt Kunden nicht mehr die Wahl, Webseiten und Webdienste ausschließlich über das Internetprotokoll Version 4 (IPv4) zu betreiben. Das hat das Unternehmen in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Die entsprechende Option für die IPv6-Kompatibilität ist jetzt immer angeschaltet und lässt sich auch nicht mehr abschalten. Cloudflare will damit die Verbreitung von IPv6 im Internet und speziell in der eigenen Infrastruktur weiter vorantreiben.

Dadurch sollen Webseitenbesucher, die ausschließlich über IPv6 angebunden sind, bessere Reaktionszeiten von diesen erhalten, da das Protokoll nicht vorher umgewandelt werden muss. Dazu unterhält Cloudflare sowohl IPv4- als auch IPv6-Proxyserver, die Anfragen mit dem jeweiligen Protokoll weiterleiten.

Kooperation mit OpenDNS soll DNS-Requests schneller machen

Cloudflare will mit der zwingenden Unterstützung von IPv6 dessen Verbreitung auf DNS-Servern beschleunigen, was zukünftige DNS-Requests von IPv6-Addressen für Systeme einfacher macht. Nach eigenen Angaben beträgt der Anteil an gehosteten Domains mit IPv6 bisher 98,1 Prozent.

Außerdem kooperiert das Unternehmen mit dem Internetdienstleister OpenDNS, um IPv6- und IPv4-Anfragen in einen statt zwei Teilen zusammenzufassen. Das spare Bandbreite, die bei doppelten DNS-Requests belegt ist. Gerade Geräte mit den Betriebssystemen ChromeOS, iOS und MacOS forcieren momentan die zweifache Anfrage, notwendigerweise. Der speziell entwickelte DNS-Request Type65535 soll die Zusammenfassung beider Internetprotokolle erreichen und wurde bereits getestet, etwa auf einem Nameserver des Unternehmens.

Momentan ist das alte IPv4-Protokoll noch nicht ganz aus dem Internet wegzudenken. Viele ältere Dienste, etwa dedizierte Spielserver oder internetangebundene Software nutzen Funktionen wie IPv4-Port-Forwarding noch heute. Andererseits sind beispielsweise Kunden des Internetanbieters Kabel Deutschland schon heute ausschließlich per IPv6 im Internet sichtbar.


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