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Kopieren als Vertriebsweg

Die Idee der Shareware ist bestechend einfach: Jeder darf eine Software kostenlos ausprobieren. Gefällt sie, verlangt der Programmierer einen meist bescheidenen Betrag für seine Arbeit. Die Weitergabe der Shareware ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Ohne ein weit verbreitetes Internet konnte der Kundenstamm nur so vergrößert werden. Shareware folgte damit den längst im Netz etablierten Gepflogenheiten, Software etwa über das Usenet oder auf Disketten weiterzugeben, zumal sie anders als traditionelle Medien einfach kopiert und transportiert werden kann.

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Der Programmierer Bob Wallace gilt als derjenige, der den Begriff Shareware prägte. Die Textverarbeitung PC-Write seiner Firma Quicksoft vertrieb er zu einem niedrigen Preis von 10 US-Dollar. Wer wollte, konnte für 75 US-Dollar zusätzlich ein gedrucktes Handbuch erwerben, bekam dafür auch den Quellcode und eine eigene Registrierungsnummer. Zahlte ein Dritter nochmals 75 US-Dollar unter Angabe der gleichen Registrierungsnummer, bekam der ursprüngliche Käufer 25 US-Dollar gutgeschrieben.

Die erste Shareware

Wallace war einer der ersten Mitarbeiter des Microsoft-Gründers Bill Gates, verließ die Firma aber bereits 1983. Warum er diese Verkaufsstrategie wählte, statt wie damals üblich auf Geschäfte zu setzen, fasste er so zusammen: "Ich will mit PC-Write meinen Lebensunterhalt verdienen und keinen Reibach machen".

  • Das Internet Archive hat Shareware und Freeware für Windows 3.1 gesammelt und ... (Screenshot: Golem.de)
  • ...  stellt sie zum Ausprobieren und Herunterladen auf seiner Webseite bereit. (Screenshot: Golem.de)
  • Darunter ist auch eine Demo, die Windows 95 vorstellt. (Screenshot: Golem.de)
  • Sie zeigt nicht nur die Neuerungen des Betriebssystems, sondern ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... überprüft auch, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ...  ob der Rechner leistungsstark genug ist. Der Emulator ist es wohl. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Internet Archive hat viele Spiele gesammelt, darunter eine Mahjongg-Variante aus Microsofts Entertainment Pack. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim Stöbern begibt man sich auf eine Zeitreise: Hier lassen sich die US-Präsidentschaftskandidaten von 1992 mit Torten bewerfen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Möglichkeit, mit Kreditkarte zu zahlen, war damals noch die Ausnahme. (Screenshot: Golem.de)
  • Manche Anwendungen erscheinen heute sinnlos. Mit Win4hier konnte man Unterordner für Anwendungsstarter erstellen. (Screenshot: Golem.de)
  • Dafür musste man noch 10 US-Dollar irgendwie an die Privatadresse des Entwicklers schicken. (Screenshot: Golem.de)
  • Einige Entwickler bauten sogar Fotos in die Splashscreens ihrer Anwendungen ein. (Screenshot: Golem.de)
  • Selbst Benchmarkprogramme laufen noch in dem Browser-Emulator, der sich zeigt, wenn ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... eine Anwendung beendet wird. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Browser wird dafür der Javascript-basierte Emulator Dosbox gestartet und dort eine abgespeckte ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... Windows-3.1-Version installiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Einige Anwendungen laufen nur träge im Emulator. Sie lassen sich aber auch herunterladen und in einer eigenen Dosbox samt höherer Grafikauflösung installieren und nutzen. (Screenshot: Golem.de)
Das Internet Archive hat Shareware und Freeware für Windows 3.1 gesammelt und ... (Screenshot: Golem.de)

Dass die Textverarbeitung PC-Write tatsächlich die erste Shareware war, ist wohl nicht ganz richtig. Laut einem nur noch über das Internet Archive verfügbaren Artikel zur Geschichte der Shareware war es Andrew Fluegelman, der zuerst Shareware als Marketingkonzept benutzte, um seine Software PC-Talk zu vertreiben. Das Telekommunikationsprogramm verteilte er kostenlos, verlangte lediglich einen freiwilligen Beitrag von 25 US-Dollar, wenn die Software gefiel. Fluegelman nannte diesen Vertriebsweg "Freeware" und ließ den Begriff als Markennamen registrieren. Mit zunehmender Popularität suchten andere Programmierer einen Begriff für die Vertriebsart. Und weil "Freeware" damals nicht verfügbar war, setzte sich "Shareware" durch. Wallace erlaubte die Verwendung seiner Wortschöpfung.

PC-Write wurde aber nicht nur durch das Shareware-Konzept populär, es galt damals als gute Software. Kritiker lobten die Software als umfangreich - gemessen am Preis.

 Internet Archive: Antike Shareware im Browser ausprobierenWindows schuf einen Shareware-Boom 
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raskani 24. Feb 2016

Die Siedler 2 kam nach Win95 auf den Markt und konnte sowohl unter DOS auch als unter...

ws01 17. Feb 2016

Eine davon ist https://archive.org/details/win3_klotz211, eine Art Tetrisclone, den ich...

frostbitten king 17. Feb 2016

Haha, das hatten wir in der Schule auch damals gezockt. Paar jahre davor hatten mal ein...

zZz 17. Feb 2016

https://archive.org/details/malwaremuseum&tab=collection

Der Held vom... 16. Feb 2016

Wobei ich Eindruck habe, dass es die Shareware-Schmieden irgendwie gelassener gesehen...


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