Internes Memo: OpenAI will sich von Microsoft abnabeln
Die Spannungen zwischen OpenAI und seinem wichtigsten Geldgeber wachsen seit Monaten. Bereits Mitte 2024 führte Microsoft OpenAI erstmals in seinem Jahresbericht als Wettbewerber auf – neben Amazon, Apple, Google und Meta. OpenAI weitete seine Cloud-Vereinbarungen seitdem auf Coreweave, Google und Oracle aus. Die Abhängigkeit von Microsoft soll schrumpfen.
OpenAI-Vertriebsleiterin Denise Dresser schickte am Sonntag laut einem Bericht von CNBC(öffnet im neuen Fenster) ein internes Memo an die Belegschaft. Ihre Kernbotschaft: Microsoft sei ein wichtiger Partner gewesen, habe OpenAI aber zugleich daran gehindert, Unternehmenskunden dort zu erreichen, wo diese ihre Software betrieben.
Für viele Firmen ist das die Cloud-Plattform AWS Bedrock von Amazon. Amazon kündigte Ende Februar an, bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren.
Im selben Memo griff Dresser den Konkurrenten Anthropic an. Dessen Strategie beruhe auf der Idee, dass eine kleine Elite bestimmen solle, wer KI nutzen dürfe und wie. Außerdem zweifelte sie an Anthropics kommuniziertem Jahresumsatz von rund 30 Milliarden US-Dollar: Der Wert sei um rund 8 Milliarden US-Dollar aufgebläht, weil Anthropic Vereinbarungen mit Amazon und Google falsch verbuche.
40 Prozent des OpenAI-Umsatzes stammen laut Dresser bereits aus dem Unternehmensgeschäft – bis Jahresende soll es gleichauf mit dem Konsumentenbereich liegen.
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