Interne Präsentation: Telekom will ultramodernes Breitbandnetz in Europa bauen

Telekom-Chef Höttges fordert in einer nicht öffentlichen Präsentation, dass die europäische IT- und Telekommunikationsbranche in den nächsten zehn Jahren ihre ehemalige Führungsrolle bei der "Netzinfrastruktur, Soft- und Hardware sowie Internetdiensten" zurückerobert.

Artikel veröffentlicht am ,
Telekom-Chef mit Merkel auf der Cebit 2014
Telekom-Chef mit Merkel auf der Cebit 2014

Auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt will der neue Telekom-Chef Timotheus Höttges eine zentrale Rolle spielen. Das geht aus einer 21-seitigen Präsentation hervor, die dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorliegt. Damit versucht Höttges derzeit, Politiker in Deutschland und Europa zu Änderungen bei der Regulierungspolitik zu bringen. Der Konzern wolle ein ultramodernes Breitbandnetz bauen, das große Teile Europas abdeckt, und damit zu einem der führenden Betreiber Europas werden.

Stellenmarkt
  1. IT-Softwareentwickler / Fachinformatiker (w/m/d)
    Seele GmbH, Gersthofen
  2. Inhouse Consultant Reporting (w/m/d)
    Schwarz Produktion Stiftung & Co. KG, Weißenfels
Detailsuche

Höttges fordert, dass die europäische IT- und Telekommunikationsbranche in den nächsten zehn Jahren ihre ehemalige Führungsrolle bei der "Netzinfrastruktur, Soft- und Hardware sowie Internetdiensten" zurückerlangt.

Höttges zufolge ist die einst führende europäische ITK-Branche in den vergangenen Jahren hinter die USA und Asien zurückgefallen. In einigen Bereichen wie etwa der Handy-Herstellung oder bei Internetfirmen spielten europäische Konzerne kaum noch eine Rolle. Das, so Höttges, müsse mit einer gezielten Strategie geändert werden.

Wie schon oft zuvor forderte die Telekom, die Regulierung für ehemals staatliche Telekommunikationsunternehmen in Europa zu lockern und "den neuen Bedingungen anzupassen". Dann könnten Konzerne wie die Telekom Milliarden Euro in neue Netze und moderne Infrastruktur investieren.

Golem Akademie
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Dezember 2021, virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    10.–14. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Höttges betonte bereits bei der Netzallianz von Wirtschaft und Politik zum Breitbandausbau, dass zur Flächendeckung ein "Technologiemix aus Festnetz und Mobilfunk" nötig sei. Alles basiere heute aber letztlich auf Glasfaser. Sie müsse möglichst nah an den Kunden gebracht werden.

Von den 275.000 Haushalten in Deutschland, die über Glasfaseranschlüsse verfügen, versorgt die Deutsche Telekom nur 18.000. Das geht aus einer Studie des Ausrüsterverbandes FTTH Council Europe hervor. Viel mehr Glasfaserkunden haben danach M-Net in München mit 90.000 und Netcologne in Köln mit 88.000. Wilhelm.Tel aus Norderstedt hat 45.000 Glasfaserkunden.

Nicht nur bei den Glasfaserkunden, auch bei den gelegten Anschlüssen liegt die Telekom hinter den Stadtwerke-Töchterfirmen. Diese haben bereits fast eine Million Glasfaseranschlüsse bis zu den Haushalten verlegt, die Telekom kommt auf 320.000 Anschlüsse.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


DerBjoern 01. Apr 2014

Ja, aber lieber teuer als garnicht...

Slurpee 01. Apr 2014

Mit triftigem Grund meinte ich natürlich potentiellen Gewinn. Das ist beim...

mlxl 01. Apr 2014

Na dann ist doch alles super, die Telekom ist teuer und blöd und ein superschlauer...

Drizzt 31. Mär 2014

Ich glaube er hat gar nicht gemerkt, dass er sich mit der Argumentation selbst in die...

tingelchen 31. Mär 2014

Vectoring war nie ein Allheilmittel und wird es auch nie sein. Denn es bringt nur einer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  2. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  3. Mica statt Aero: Windows 11 bringt Transparenzeffekte zurück
    Mica statt Aero
    Windows 11 bringt Transparenzeffekte zurück

    Weitere Applikationen werden mit einem bekannten Designelement ausgestattet: Windows 11 implementiert Transparenzeffekte mit Mica.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /