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Interne Memo: Xbox-Chefin rückt Konsole wieder ins Zentrum

Bis Mitte 2027 sollen Spielerzahlen und Umsatz wieder wachsen, die Xbox-Konsole spielt dabei eine zentrale Rolle.
/ Peter Steinlechner
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Xbox setzt mal wieder auf die Konsole. (Bild: JUNG YEON-JE/AFP via Getty Images)
Xbox setzt mal wieder auf die Konsole. Bild: JUNG YEON-JE/AFP via Getty Images

Nach massiven Umstrukturierungen und Entlassungen in den vergangenen Wochen hat Xbox-Chefin Asha Sharma den Mitarbeitern eine neue strategische Ausrichtung vorgestellt. In einem von The Verge(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) veröffentlichten internen Memo setzte Sharma ein klares Ziel: Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027, das bei Microsoft bis Ende Juni 2027 läuft, soll Xbox wieder auf Wachstumskurs sein.

Wörtlich hieß es: "Wir werden Xbox wieder zu Wachstum bei Spielern und Umsatz zurückführen." Gleichzeitig sollen sich die Gewinne "wieder an den Branchendurchschnitt annähern". Dafür trage "jede Funktion und jedes Studio einen Teil der Verantwortung".

Das Schreiben folgt auf einen der größten Umbrüche in der Geschichte der Xbox-Sparte. Microsoft strich Anfang Juli 2026 mehrere Tausend Stellen, gliederte Studios aus und gliederte die Organisation grundlegend neu.

Sharma hatte bereits zuvor Probleme wie gestiegene Hardwarekosten, eine zu große Zahl interner Studios, unzureichende Verantwortlichkeiten und eine Plattform genannt, die nach ihrer Einschätzung nicht ausreichend für den künftigen Wettbewerb aufgestellt war.

Im Memo definierte die Xbox-Chefin vier strategische Schwerpunkte für das Geschäftsjahr 2027. Unter dem Schlagwort Core soll die Plattform gestärkt werden – "angeführt von der Konsole". Content zielt darauf ab, erfolgreiche Spiele zu globalen Marken auszubauen.

Mit vier C zum Erfolg

Creation soll Minecraft zur weltweit führenden Plattform für Kreative entwickeln – das könnte mehr Konkurrenz etwa für Roblox bedeuten. Connection soll die Welten bekannter Marken über neue Formen der Vernetzung erweitern.

Die Umsetzung ist in mehreren Phasen geplant. Zunächst soll Xbox bis Mitte 2027 wieder steigende Spielerzahlen und höhere Umsätze erreichen. In den folgenden Geschäftsjahren 2028 und 2029 sollen die Investitionen in die vier strategischen Bereiche dann in beschleunigtem Umsatzwachstum und nachhaltigem wirtschaftlichen Erfolg münden.

Auffällig ist vor allem die erneute Betonung der Konsole als Herzstück der Plattform. Nachdem Microsoft in den vergangenen Jahren verstärkt Cloud-Gaming, Abo-Dienste und die plattformübergreifende Veröffentlichung eigener Spiele vorangetrieben hatte, rückt die Hardware nun wieder in den Mittelpunkt der Strategie.

Das passt auch zu den jüngsten Entscheidungen, Titel wie Gears of War – E-Day und Clockwork Revolution exklusiv für Xbox-Konsolen zu veröffentlichen. Gemeinsam mit den Einschnitten der vergangenen Monate markiert das Memo damit den bislang deutlichsten Hinweis auf einen strategischen Kurswechsel der Xbox-Sparte.


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