Interne Kritik bei Meta: Zuckerberg enttäuscht von KI-Entwicklung
Mark Zuckerberg hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) bei einem internen Meeting Mängel bei der jüngsten Umstrukturierung von Meta eingestanden. Die Entwicklung der KI-Agenten habe nicht das Tempo erreicht, das er erwartet habe, hieß es auf einer Aufnahme des Treffens.
Zuckerberg kritisierte zudem den Prozess der Umorganisation, der auch umfangreiche Entlassungen umfasste. Diese seien nicht so reibungslos verlaufen, wie es möglich gewesen wäre. Die Führungsebene habe sich bei der zeitlichen Planung der Veränderungen geirrt.
Das Unternehmen hatte im Mai etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft entlassen und rund 7.000 Mitarbeiter in KI-fokussierte Teams versetzt. Diese Maßnahmen führten zu internem Widerstand.
Die Restrukturierung zielte darauf ab, Investitionen in die KI-Infrastruktur zu finanzieren und Effizienzgewinne durch KI-gestützte Arbeit zu realisieren. Zuckerberg betonte, dass die Entwicklung der Agenten – automatisierte Systeme, die Aufgaben für Nutzer ausführen – in den vergangenen vier Monaten nicht die erwartete Beschleunigung gezeigt habe. Die Wetten auf die neue Struktur seien bisher nicht aufgegangen.
Meta plant, in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur zu investieren. Zuckerberg rechnet damit, dass das Unternehmen in den kommenden drei bis sechs Monaten signifikante Vorteile durch diese Investitionen sehen werde.
Datenschutz bei Maus-Tracking
Bei dem Treffen äußerte sich CTO Andrew Bosworth auch zu einer umstrittenen Software, die Mausbewegungen und digitale Aktivitäten von Mitarbeitern für das Training von KI-Modellen erfasst. Meta pausierte das Programm im Vormonat, nachdem sensible Daten offengelegt worden waren.
Bosworth erklärte, eine Untersuchung habe ergeben, dass keine Mitarbeiterdaten in das KI-Training eingeflossen seien. Sollte das Programm nach Abschluss der Prüfung wieder aktiviert werden, werde dies auf freiwilliger Basis geschehen. Bei der Einführung des Tools im April war eine Abmeldung für US-Mitarbeiter nicht vorgesehen.
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