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Interne Audio-Mitschnitte: Zuckerberg warnt vor Zerschlagung Facebooks

Unter einer US-Präsidentin Elizabeth Warren könnte die Aufspaltung Facebooks und anderer IT-Konzerne ein Thema werden. Nach Ansicht Mark Zuckerbergs würde das die Probleme sozialer Medien jedoch verstärken.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will gegen eine Zerschlagung Facebooks kämpfen.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will gegen eine Zerschlagung Facebooks kämpfen. (Bild: Aaron P. Bernstein/Reuters)

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg rechnet nach einem Regierungswechsel in den USA mit dem Versuch, große IT-Konzerne wie Facebook, Google oder Amazon aufzuspalten. Das sagte Zuckerberg im vergangenen Juli in einer Mitarbeiter-Versammlung, deren Audio-Mitschnitte vom US-Portal The Verge veröffentlicht wurden. Zwar geht Zuckerberg davon aus, mit rechtlichen Mitteln eine solche Aufspaltung am Ende verhindern zu können. Dennoch würde dieser Rechtsstreit mit der eigenen Regierung "nerven".

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Zuckerberg bezog sich in seinen Äußerungen auf die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren, die im März 2019 gefordert hatte, große IT-Konzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple zu zerschlagen. Dabei sollte auch der Kauf von Instagram und Whatsapp durch Facebook rückgängig gemacht werden. Warren, die im kommenden Jahr gegen Amtsinhaber Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen antreten will, hatte ihre Forderungen vor allem damit begründet, dass die Plattformen zu mächtig geworden seien und zu starken Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung hätten. Außerdem hätten neue, aufstrebende Firmen gegen die geballte Marktmacht zu wenig Chancen zur Entfaltung.

Zuckerberg lästert über Twitter

Zuckerberg sagte dazu: "Wenn sie zur Präsidentin gewählt wird, dann würde ich wetten, dass wir eine juristischen Auseinandersetzung bekommen. Und ich würde wetten, dass wir diesen Prozess gewinnen." Dennoch wolle er "keinen großen Rechtsstreit gegen die eigene Regierung". Schließlich "kümmern wir uns um unser Land und wollen mit der Regierung zusammenarbeiten und gute Dinge tun."

Nach Ansicht Zuckerbergs werden durch eine Zerschlagung der Konzerne keine Probleme gelöst. "Es macht eine Einmischung in die Wahlen nicht unwahrscheinlicher, sondern wahrscheinlicher, weil die Unternehmen sich dann nicht mehr koordinieren und zusammenarbeiten können", sagte der Facebook-Gründer und fügte unter dem Gelächter seiner Mitarbeiter hinzu: "Deshalb macht Twitter nicht so einen guten Job wie wir. (...) Unsere Ausgaben für die Sicherheit sind höher als deren gesamter Umsatz."

Warren kritisiert "korruptes System"

Dennoch befürwortet Zuckerberg einen regulatorischen Rahmen, durch den Anbieter tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden könnten. Sonst würden die Leute "immer wütender und wütender", verlangten "immer extremere Maßnahmen" und würden am Ende schließlich sagen: "Brecht es auf, haut mit einem Hammer auf das ganze Ding."

Warren entgegnete Zuckerberg auf Twitter: "Was wirklich nerven würde, wäre, wenn wir ein korruptes System nicht fixen können, dass riesige Unternehmen wie Facebook illegale wettbewerbsfeindliche Praktiken erlaubt und die Privatsphäre der Nutzer mit den Füßen treten lässt." Sie habe keine Angst davor, große IT-Konzerne wie Google, Facebook und Amazon zur Rechenschaft zu ziehen, sagte sie weiter.

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FreiGeistler 04. Okt 2019

Und wwlches Unternehmen fällt uns da ein? Genau; Facebook.

Dwalinn 02. Okt 2019

Alternativen hat man immer, ich dachte es geht eher darum das einzelne Firmen zu stark...

ptepic 02. Okt 2019

Die Amis können den Clown nochmal wiederwählen. Oder ist das jetzt schon wieder sooo...

divStar 02. Okt 2019

Ja - aber nur weil das einige machen, heißt es nicht, dass alle es tun. Warum muss man...

jumpingpoint 02. Okt 2019

Stimmt, dann wäre das Ding in 2 Jahren tot.


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