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Internationaler Weltraumgipfel: Europa wird Pilot im All oder bleibt Passagier

In Paris treffen sich die internationale Politik und Industrie, um auch Europas Zukunft im Weltall zu besprechen. Es steht Wettbewerb gegen Regulierung.
/ Mario Petzold
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor einem Modell einer Dassault Vortex (Bild: Pool via Reuters/Ludovic Marin)
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor einem Modell einer Dassault Vortex Bild: Pool via Reuters/Ludovic Marin

Frankreich und Deutschland haben gemeinsam zum ersten internationalen Weltraumgipfel(öffnet im neuen Fenster) geladen. Insgesamt treffen sich bis 10. September 1.100 Unternehmen sowie zahlreiche Organisationen aus 90 Ländern. Auch die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Verteidigungsminister Boris Pistorius gehören dazu.

Mit SpaceX und Blue Origin sagten zwei der weltweit führenden Unternehmen ihre Teilnahme jedoch wieder ab. Laut Süddeutscher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) hätte die US-Regierung auf eine Absage gedrängt, weil die angedachten Regulierungen wettbewerbswidrig seien.

Denn zukünftig soll es international verbindliche Regelungen geben, um die Nutzung des Orbits sicher und nachhaltig zu gestalten. Insbesondere die Esa warnt davor, dass mit der steigenden Anzahl an Objekten rund um die Erde auch die Wahrscheinlichkeit für Zusammenstöße und verheerende Kettenreaktionen steigt.

Investitionen können sich lohnen

Ebenso werden für die weltweit stattfindenden Raketenstarts, von denen spätestens 2030 täglich mehrere vorausgesagt werden, bessere Absprachen benötigt. Im letzten Jahr hätte eine chinesische Trägerrakete beinahe eine Konstellation des Weltraumunternehmens Starlink, Teil von SpaceX, im Orbit gerammt.

Zudem soll der Weltraumgipfel dazu beitragen, Europas Präsenz im All zu stärken. Mit mehreren erfolgreichen Ariane-6-Starts und dem Erreichen des Orbits durch das deutsche Start-up Isar Aerospace ist Europas Industrie zwar nicht auf Augenhöhe mit den USA oder China, aber auf einem guten Weg.

Der Generaldirektor der Esa Josef Aschbacher(öffnet im neuen Fenster) rechnete in seiner Rede vor, dass es fünfmal teurer sei, Startkapazitäten einzukaufen, als diese selbst zur Verfügung zu stellen. Zumal das Geld dann an Unternehmen gezahlt werde, die nicht in Europa produzierten und dort Steuern zahlten.

Etwa eine Milliarde Euro zusätzlich sollten pro Jahr investiert werden, um europäische Weltraumprojekte zu fördern. Damit könnte unter anderem auch die wiederverwendbare Rakete Themis(öffnet im neuen Fenster) der Esa weiter vorangebracht werden.

Laut Aschbacher läuft es auf die Frage hinaus, ob Europa zukünftig Passagier oder doch Pilot auf dem Weg in den Orbit sein wird.

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