Internationale Raumstation: Astronauten surfen mit Debian Squeeze

Die Laptops auf der Internationalen Raumstation sollen künftig mit Debian GNU/Linux 6 alias Squeeze statt mit Scientific Linux laufen. Außerdem werden Schlüsselfunktionen der LAN-Rechner auf der ISS von Windows auf Linux migriert.

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Laptops im All sollen künftig auf Debian GNU/Linux 6.0 alias Squeeze laufen.
Laptops im All sollen künftig auf Debian GNU/Linux 6.0 alias Squeeze laufen. (Bild: Nasa)

Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) werden künftig mit Debian GNU/Linux 6, Codename Squeeze arbeiten statt in einer gemischten Infrastruktur aus Windows und dem Red-Hat-basierten Scientific Linux. Das Linux-basierte Betriebssystem soll unter anderem auf den Laptops zum Einsatz kommen, die auf der Internationalen Raumstation verwendet werden. Das gab die Linux Foundation zusammen mit Keith Chuvala bekannt, dessen United Space Alliance die Infrastruktur der mobilen Rechner auf der ISS betreut.

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Sämtliche Laptops haben auch einen direkten Internetzugang, über den Astronauten seit Dezember 2010 auch aus dem All twittern. Erst vor wenigen Stunden hat Astronaut Chris Hadfield über Twitter von einem Leck im Kühlsystem einer der Solarzellen der ISS berichtet. Neben missionsrelevanten Daten werden die Laptops von der ISS-Crew auch für persönliche Kontakte genutzt, etwa für ihren privaten E-Mail-Verkehr.

Grund für den Umstieg von einer nicht näher bekannten Windows-Version und Scientific Linux auf Debian GNU/Linux sei vor allem die Stabilität und Zuverlässigkeit der Linux-Distribution, sagte Chuvala. Debian GNU/Linux lassen sich darüber hinaus von seinen eigenen Mitarbeitern nach Bedarf patchen und leichter an aktuelle Bedürfnisse der Astronauten anpassen.

Debian, speziell abgepasst

Auch wenn normalerweise nicht mehr als sechs speziell angepasste Laptops auf einmal auf der ISS zum Einsatz kommen, muss jeder einzelne für die bestimmten Aufgaben eines Astronauten eingerichtet werden. Deshalb hat sich sein Team für den Einsatz von Debian 6 entschieden und gegen Windows und die veraltete Version der Linux-Distribution Scientific Linux, die dort bislang genutzt wurde. Mit den mobilen Rechnern steuern die Astronauten beispielsweise die Kameras der Raumstation, verwalten das dortige Inventar oder erfahren, wo genau sich die ISS gerade befindet.

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Chuvala ist als Subunternehmer bei der Nasa als Leiter des Teams für die Integration der Laptops und das Netzwerk auf der ISS (OpsLAN) verantwortlich. Das OpsLAN-Team bei der United Space Alliance und der Nasa wird für Umstellung auf Debian GNU/Linux von der Training-Abteilung der Linux Foundation geschult.

Insgesamt waren 2011 141 Laptops an Bord der ISS, davon waren 80 im Einsatz und nur etwa 20 aktiv im OpsLAN aktiv. Daten zwischen dem OpsLAN auf der ISS und dem OCA LAN auf der Erde werden über ein speziell abgesichertes Datentransferprotokoll namens SWDFSH übertragen. Bis 2011 wurden wöchentlich durchschnittlich 2.370 Datei mit insgesamt 18 GByte zur ISS geschickt. Die Astronauten auf der ISS schickten hingegen durchschnittlich 7.680 Dateien mit etwa 49,5 GByte zur Erde.

Nachtrag vom 13. Mai 2013, 10:00 Uhr

Ganz auf Windows verzichten können und wollen weder die Nasa noch das Subunternehmen United Space Alliance. Lediglich die Laptops, die bislang Windows XP verwenden, sollen auf Debian Squeeze umgestellt werden. Das hat der Chef der United Space Alliance Keith Chuvala nochmals klargestellt. Er sei von der Linux Foundation nicht richtig zitiert worden, berichtet die Webseite Digital Trends.

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Tantalus 13. Mai 2013

AFAIK sind die Laptops an den jeweiligen Nutzungsorten fixiert, die schweben nicht frei...

honk 13. Mai 2013

Die ISS dürfte wohl eine typsiche Umgebung sein, wo es stärker auf Stabilität als auf...

honk 13. Mai 2013

Nutze jetzt seit fast 7Jahre Linux und mußte noch nie ihrgendwas kompilieren. Über die...

Arcardy 12. Mai 2013

Das ist falsch. Ich weiß nicht was ihr mit eurem klickibunti habt. Ich schiebe auf 8...



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