Interconnect für Beschleuniger: Gen-Z ist tot, es lebe der Compute Express Link

Statt des offenen Gen-Z-Standards wird künftig der Compute Express Link (CXL) für Beschleuniger in Servern und Supercomputern vorherrschen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Compute Express Link hat sich durchgesetzt.
Der Compute Express Link hat sich durchgesetzt. (Bild: CXL)

Das CXL- und das Gen-Z-Konsortium werden in Zukunft gemeinsame Sache machen, konkret wird der Gen-Z-Interconnect in den CXL (Compute Express Link) aufgehen. Beides sind Standards für Beschleuniger in Servern oder Supercomputern, wobei das CXL-Konsortium von Beginn an stärker aufgestellt war.

Stellenmarkt
  1. Entwicklungsingenieur (m/w/d) Sensoren & Laser für Embedded Software
    Körber Technologies GmbH, Hamburg Bergedorf
  2. Mitarbeiter:in (d/m/w) für die Lehrentwicklung in der Pflegewissenschaft
    THD - Technische Hochschule Deggendorf, Deggendorf
Detailsuche

Zwischen beiden Gremien wurde ein sogenanntes Memorandum of Understanding geschlossen, also eine Absichtserklärung. Sie besagt, dass die Spezifikationen und Inhalte (assets) des Gen-Z zum CXL transferiert werden, was faktisch das Ende des älteren Standards bedeutet.

Gen-Z wurde 2016 als offener Interconnect für Beschleuniger entworfen; zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem ARM, AMD, Broadcom, Cray, Dell, HPE, Huawei, IBM, Lenovo, Micron, Samsung, Seagate, SK Hynix, Redhat und Western Digital. Mit Intel sowie Nvidia aber waren zwei Branchen-Größen außen vor, was schon damals eine klare Einschränkung war.

Der Compute Express Link hat sich durchgesetzt

So wunderte es wenig, dass sich 2018 das weniger offene CXL-Konsortium bildete. Neben Alibaba, AMD, ARM, Cisco, Dell, Facebook, Google, HPE, Huawei, Microsoft, Nvidia und Sipearl ist auch Intel mit von der Partie. Der Compute Express Link (derzeit CXL v2.0) basiert elektrisch wie physisch auf PCIe Gen5, nutzt jedoch ein anderes Protokoll.

  • Der Compute Express Link nutzt PCIe Gen5 ... (Bild: CXL Consortium)
  • ... und unterstützt primär drei Modi. (Bild: CXL Consortium)
Der Compute Express Link nutzt PCIe Gen5 ... (Bild: CXL Consortium)
Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    09.-13.01.2023, virtuell
  2. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Unterstützung von CXL im Server/Supercomputer-Segment kann sich CPU-seitig mittlerweile sehen lassen: So nutzen AMDs Epyc-Genoa, ARMs Neoverse N2, Intels Sapphire Rapids und Sipearls Rhea den Compute Express Link. Passend dazu gibt es Beschleuniger wie Intels Ponte Vecchio oder spezielle Speichermodule von Samsung, die mehrere TByte an DRAM aufweisen.

Neben CXL und Gen-Z existiert übrigens noch der CCIX (Cache Coherent Interconnect for Accelerators); gegründet wurde das Konsortium von AMD, ARM, Huawei, IBM, Mellanox, Qualcomm und Xilinx. So verwendet beispielsweise der 128-kernige Altra Max von Ampere Computing dieses Protokoll und Xilinx' Alveo-Beschleuniger ebenfalls.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Paramount+ im Test
Paramounts peinliche Premiere

Ein kleiner Katalog an Filmen und Serien, gepaart mit vielen technischen Einschränkungen. So wird Paramount+ Disney+, Netflix und Prime Video nicht gefährlich.
Ein Test von Ingo Pakalski

Paramount+ im Test: Paramounts peinliche Premiere
Artikel
  1. Sicherheit: FBI ist zutiefst besorgt über Apples neue Verschlüsselung
    Sicherheit
    FBI ist "zutiefst besorgt" über Apples neue Verschlüsselung

    Das FBI könnte mit Apples Advanced Data Protection seinen wichtigsten Zugang zu iPhones verlieren. Doch dafür muss die Funktion von Nutzern aktiviert werden.

  2. Smartphones: Huawei schliesst große Patentverträge mit Oppo und Samsung
    Smartphones
    Huawei schliesst große Patentverträge mit Oppo und Samsung

    Huawei hat sich mit den großen Smartphoneherstellern Oppo und Samsung geeinigt, Patente zu tauschen und dafür zu zahlen.

  3. Intellectual Property: Wie aus der CPU ein System-on-Chip wird
    Intellectual Property
    Wie aus der CPU ein System-on-Chip wird

    Moderne Chips bestehen längst nicht mehr nur aus der CPU, sondern aus Hunderten Komponenten. Daher ist es nahezu unmöglich, einen Prozessor selbst zu entwickeln. Wir erklären wieso!
    Eine Analyse von Martin Böckmann

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore -37% • Asus RTX 4080 1.399€ • PS5 bestellbar • Gaming-Laptops & Desktop-PCs -29% • MindStar: Sapphire RX 6900 XT 799€ statt 1.192€, Apple iPad (2022) 256 GB 599€ statt 729€ • Samsung SSDs -28% • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% [Werbung]
    •  /