Intelligentes Kochen: Fissler will Kochtöpfe mit Bluetooth vernetzen
Der Kochgeschirrhersteller Fissler(öffnet im neuen Fenster) plant einen Schnellkochtopf mit einem Bluetooth-Modul. Viele Informationen hat der Hersteller, der auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt seine Pläne ankündigte, dazu aber noch nicht verraten.
Fissler-Geschäftsführer Markus Kepka sagte der Deutschen Presseagentur: "Da kann man bequem auf dem Sofa sitzen und auf dem Smartphone sehen, ob die Temperatur ok ist, und wie lange es noch dauert". Da der Schnellkochtopf oder die App den Herd aber nicht regeln können, ist es am Koch, selbst Hand anzulegen. Die App soll diverse Rezepte und die erforderlichen Temperaturen und Garzeiten kennen und sich mit dem Topf abstimmen können.
"Das digitale Zeitalter wird das Kochen nicht revolutionieren. Aber es bietet Möglichkeiten, den Kochprozess leichter zu machen", sagte Kepka.
Die Töpfe sollen nach Angaben von Fissler im Mai 2015 auf den Markt kommen. Konkurrent WMF hat mit dem Cook-Assist(öffnet im neuen Fenster) bereits einen Sensor für den Glasdeckel eines Dampfgartopfs im Angebot.

Eine Pfanne mit funkendem Temperaturfühler
Ein Kickstarter-Projekt für eine funkende Bratpfanne konnte auf Kickstarter im Januar 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Pantelligent verfügt über einen Temperatursensor auf der Bratfläche, der seine Daten ebenfalls per Bluetooth weitergeben kann. Im Pfannengriff stecken zwei Batterien für die Stromversorgung des Funkmoduls. Deshalb ist sie auch nicht spülmaschinenfest. Die dazugehörige App gibt nicht nur die Temperatur aus – es gibt auch einstellbare Grenzen, wenn diese zu niedrig oder zu hoch wird. So kann der Koch eine Warnung erhalten. Die Pfanne ist mit rund 200 US-Dollar über Kickstarter finanziert worden und soll ungefähr im August 2015 ausgeliefert werden. Der reguläre Kaufpreis soll sogar 250 US-Dollar betragen.
Das sind nicht die einzigen Haushaltsküchengeräte mit Funkanschluss. Auch eine Waage mit entsprechender Anbindung gibt es bereits.
IT-Landschaft in der Küche
Schon 2009 zeigte der westfälische Möbelhersteller Siematic mit der Küche S1 auf der Cebit, wie es in Küchen zukünftig zugehen wird. Dessen Luxusküche S1 verfügt über einen Computer, der verschiedene Unterhaltungs- und Informationsdienste in die Küche holt. Ziel des Herstellers ist es, die Küche von einem Arbeitsraum in einen Wohnraum zu verwandeln. Zentrales Bedienelement ist ein in den Schrank integrierter Monitor, über den die Nutzer die Dienste abrufen können. Er kann beispielsweise in einer Datenbank nach Rezepten suchen, fernsehen, Musik über iPod oder Internetradio hören, Fotos anschauen, Nachrichten oder E-Mails lesen oder im Internet surfen. Gesteuert wird wie bei einem normalen Computer mit einer Maus. Dabei haben die Designer auch bedacht, dass eine Arbeitsfläche in der Küche auch schmutzig sein kann: Die Maus kann, ähnlich wie die Wiimote, auch in der Luft bedient werden.
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