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Intelligentes Einkaufen: Ebay sperrt KI-Shopping-Bots aus

Ebay untersagt in aktualisierten Nutzungsbedingungen den Einsatz von KI -gesteuerten Einkaufsrobotern.
/ Michael Linden
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Ebay will keine KI-Agenten auf seiner Site. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Ebay will keine KI-Agenten auf seiner Site. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Ebay hat durch eine Überarbeitung seiner Nutzungsbedingungen(öffnet im neuen Fenster) automatisierte Shopping-Agenten von seiner Plattform verbannt, wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Die aktualisierten Bestimmungen verbieten ausdrücklich den Einsatz KI-gesteuerter Kaufsysteme, die Transaktionen ohne menschliche Aufsicht abschließen.

Die überarbeitete Vereinbarung enthält neue Formulierungen, die sich gegen "Kauf-für-mich-Agenten, LLM-gesteuerte Bots oder jeden End-to-End-Ablauf richten, die versuchen, Bestellungen ohne menschliche Prüfung aufzugeben" . Es sei denn, das Unternehmen erteilt eine spezielle Genehmigung. Diese Ergänzung erweitert bestehende Beschränkungen gegen automatisierte Tools wie Scraper und Data-Mining-Software, die seit Langem auf der Plattform verboten sind.

Plattformökonomie und Automatisierungsbedenken

Die konkreten Auswirkungen von KI für E-Commerce-Plattformen sind bisher nicht klar. Wenn viele Käufer hauptsächlich über automatisierte Agenten interagieren, anstatt Webseiten direkt zu besuchen, verlieren Händler Gelegenheiten, zusätzliche Angebote oder verwandte Produkte zu präsentieren. Die Bots würden sich darauf konzentrieren, nur die Wünsche des Nutzers zu erfüllen – teure Dreingaben oder Upselling-Prozesse aber ignorieren.

Bei Ebay kommt hinzu, dass das Unternehmen die Gebühren abhängig von den endgültigen Verkaufspreisen berechnet. Teure Transaktionen generieren mehr Einnahmen für die Plattform. Automatisierte Bietsysteme, die darauf programmiert sind, Kosten zu minimieren, könnten Preise und damit auch die Einnahmen drücken.

Google will KI und Shopping verbinden

Google kündigte an, Infrastruktur für Agentic Shopping bereitstellen zu wollen, und erklärte, keine Provisionen auf vermittelte Verkäufe zu erheben. Das Unternehmen brachte kürzlich Tools für diese Art von Handel auf den Markt(öffnet im neuen Fenster) und behauptet, Händler hätten positiv reagiert.

Auch andere große E-Commerce-Betreiber wehren sich gegen KI-Shopping-Systeme. Amazon schickte dem KI-Unternehmen Perplexity wegen automatisierter Einkäufe auf seiner Plattform eine Unterlassungserklärung(öffnet im neuen Fenster) . Das Muster deutet darauf hin, dass größere Händler lieber kontrollieren möchten, wie Kunden mit ihren Marktplätzen interagieren.


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