Abo
  • Services:
Anzeige
Kleinere Solarlagen sollen künftig ebenfalls einen vernetzten Stromzähler bekommen.
Kleinere Solarlagen sollen künftig ebenfalls einen vernetzten Stromzähler bekommen. (Bild: Christoph Stache/AFP/Getty Images)

Intelligente Stromzähler: Besitzern von Solaranlagen droht ebenfalls Zwangsanschluss

Kleinere Solarlagen sollen künftig ebenfalls einen vernetzten Stromzähler bekommen.
Kleinere Solarlagen sollen künftig ebenfalls einen vernetzten Stromzähler bekommen. (Bild: Christoph Stache/AFP/Getty Images)

Der Bundestag will den Zwangsanschluss kleiner Verbraucher an vernetzte Stromzähler nicht verhindern. Im Gegenteil. Nun könnten noch mehr Anlagen mit den teuren Geräten angeschlossen werden.

Die große Koalition will die Digitalisierung der Stromzähler in den deutschen Haushalten nicht verbraucherfreundlicher gestalten. Die Fraktionen von Union und SPD im Bundestag planen nicht, einen Zwangsanschluss kleiner Stromverbraucher an vernetzte Stromzähler zu verhindern. Das geht aus einer Formulierungshilfe hervor, auf deren Basis die Koalition den Gesetzentwurf der Bundesregierung verändern könnte. Dem Papier zufolge, das Golem.de vorliegt, könnten die Messstellenbetreiber künftig sogar noch mehr teure Stromzähler als bislang geplant einbauen.

Anzeige

Demnach können von 2018 an auch neue Erzeugungsanlagen mit einer Leistung zwischen einem und sieben Kilowatt mit sogenannten intelligenten Messsystemen ausgestattet werden, wenn der Messstellenbetreiber dies wünscht und es technisch möglich ist. Dem Solaranlagenbesitzer dürfen dabei jährlich nicht mehr als 60 Euro für den Einbau berechnet werden.

Regierung hält kleine Anlagen nicht für "netzrelevant"

Die Fraktionen wollen mit der Änderung sicherstellen, "dass auch diese Anlagen Teil des intelligenten Energienetzes werden können". In der Begründung heißt es weiter: "Die Systemvorteile einer intelligenten Anbindung werden die Vermarktung von Energie, die diese Anlagen erzeugen, und die Systemintegration verbessern." Das Wirtschaftsministerium hatte hingegen in seiner Gesetzesbegründung noch davon gesprochen, dass lediglich Anlagen mit einer Leistung von mehr als sieben Kilowatt "netzrelevant" seien. Mit Hilfe eines vernetzten Stromzählers können sie bei einem Überangebot beispielsweise abgeregelt werden, was die Kosten für den Netzausbau verringern könnte.

  • Der Rollout der intelligenten Messsysteme soll bei kleineren Verbrauchern erst 2020 beginnen. (Quelle: Bundeswirtschaftsministerium)
  • Das Smart Meter Gateway ist das zentrale Kommunikationsmodul zwischen Kunden und Verbrauchern. (Quelle: Dr. Neuhaus)
  • Inzwischen bieten verschiedene Hersteller wie Dr. Neuhaus zugelassene Gateways an. (Foto: Dr. Neuhaus)
  • Auch Landis +Gyr ist mit einem Gateway auf dem Markt. (Foto: Landis +Gyr)
  • An die Smart Meter Gateways lassen sich mehrere elektronische Zähler anschließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der Rollout der intelligenten Messsysteme soll bei kleineren Verbrauchern erst 2020 beginnen. (Quelle: Bundeswirtschaftsministerium)

Nach Angaben des Fachmagazins Bizzenergy wurden im vergangenen Jahr rund 24.500 Anlagen zwischen einem und sieben Kilowatt installiert. Wie viele Hausbesitzer von 2018 an tatsächlich von einem Zwangseinbau betroffen sein könnten, lässt sich hingegen schwer einschätzen. Finanziell dürfte sich ein solcher Einbau für den Messstellenbetreiber in der Regel nicht lohnen, wenn nicht noch weitere Messpunkte an das erforderliche Smart Meter Gateway angeschlossen werden. Die Koalition will mit dem möglichst breiten Einsatz der vernetzten Zähler erreichen, dass die Betreiber auf große Stückzahlen kommen und der Einbau insgesamt rentabler wird.

Endpreise werden nicht erhöht 

eye home zur Startseite
pk_erchner 23. Jun 2016

das mit dem Solar und Wind und dt Atomausstieg hast Du mitbekommen ? schön, wenn die...

logged_in 22. Jun 2016

Habe meinen Eltern vor einem Monat einen IR-Lesekopf mit nem RPi an ihren Stromzähler...

nixidee 18. Jun 2016

Deine super Statistik stellt doch Einfuhr und Ausfuhr gegenüber. Damit sollte dir doch...

1ras 18. Jun 2016

Erzeugter Strom fließt immer zu den nahegelegendsten Verbrauchern. Es ist deshalb...

mcolli 18. Jun 2016

Der Versorger oder richtig der Lieferant entscheidet da gar nichts. Es gibt fur den...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Basler AG, Ahrensburg
  2. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Bremen
  3. WALHALLA Fachverlag, Regensburg
  4. Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)

Folgen Sie uns
       


  1. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  2. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  3. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  4. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen

  5. NH-L9a-AM4 und NH-L12S

    Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

  6. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  7. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  8. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live

  9. Störerhaftung abgeschafft

    Bundesrat stimmt für WLAN-Gesetz mit Netzsperrenanspruch

  10. Streaming

    Update für Fire TV bringt Lupenfunktion



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Zukunft des Autos: "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
Zukunft des Autos
"Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
  1. Concept EQA Mercedes elektrifiziert die Kompaktklasse
  2. GLC F-Cell Mercedes stellt SUV mit Brennstoffzelle und Akku vor
  3. ID Crozz VW stellt elektrisches Crossover vor

Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Apple iOS 11 Wer WLAN und Bluetooth abschaltet, benutzt es weiter
  2. Drei Netzanbieter warnt vor Upgrade auf iOS 11
  3. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS

Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

  1. Re: AI gibt es nicht.

    wlorenz65 | 05:10

  2. Re: K(n)ackpunkt Tastaturlayout

    zilti | 04:10

  3. Re: Und bei DSL?

    bombinho | 03:21

  4. Re: Geringwertiger Gütertransport

    DASPRiD | 03:07

  5. Re: Absicht?

    exxo | 02:46


  1. 17:43

  2. 17:25

  3. 16:55

  4. 16:39

  5. 16:12

  6. 15:30

  7. 15:06

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel