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Die Radarsensoren von Siemens sind noch alles andere als zuverlässig.
Die Radarsensoren von Siemens sind noch alles andere als zuverlässig. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Radarsensoren zu schwer für Lampenmasten

Doch selbst wenn Siemens die Detektionsrate auf 98 Prozent steigern könnte, bleibt die Technik in einigen Punkten der optischen Detektion unterlegen. So können mit einem einzelnen Radar lediglich fünf bis sieben Fahrzeuge erfasst werden, je nach Ausrichtung und Entfernung des Sensors. Cleverciti Systems kann hingegen bis zu 100 Autos mit einem Sensor erkennen, wenn sich das Gerät beispielsweise auf einem zwölf Meter hohen Mast befindet. Bei einem Acht-Meter-Mast sind es immerhin noch 30 Autos.

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Siemens kann seine schweren Sensoren hingegen aus statischen Gründen oft gar nicht an einem hohen Lampenkopf befestigen. "Wir überlegen derzeit, wie viele Masten ausgetauscht werden müssten. Meine Kollegen haben gesagt: Alle Beleuchtungsmasten, die vor dem Jahr 2000 installiert wurden, fassen wir nicht an", erläutert Blümel von der Berliner Senatsverwaltung. Aus diesem Grund sind Radarsensoren bei dem Testprojekt in der Bundesallee nur in halber Höhe angebracht und überwachen die gegenüberliegende Straßenseite. Von einem Über-Kopf-System kann daher nur eingeschränkt die Rede sein.

Müsste die Stadtverwaltung wegen des Gewichts und der Windlast des Sensoren die Laternenmasten erneuern, würde das die Installation deutlich verteuern. Hohenacker ist nach eigenen Angaben hingegen schon im Gespräch mit großen Leuchtenherstellern, so dass die optischen Detektoren direkt in moderne LED-Lampen integriert werden könnten.

Swisscom testet erfolgreich Bodensensoren

Bleibt als einziger greifbarer Vorteil der Radare noch deren Wetterunempfindlichkeit. Die Sensoren seien "wesentlich unempfindlicher bei Nebel, Regen, wechselnden Lichtverhältnissen oder winterlichen Wetterlagen", sagte Siemens-Sprecherin Zoefeld. Wobei Hohenacker dem teilweise widerspricht. Seine Sensoren versagten lediglich dann, "wenn der Nebel so dicht ist, dass man nichts mehr erkennt". Auch in der Nacht würden die freien Parkplätze ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Lichtquellen oder Infrarotdetektoren erkannt.

Trotz der Vorteile der Über-Kopf-Systeme gibt es Anbieter, die auf Bodensensoren setzen. So hat der Schweizer Telekommunikationsanbieter Swisscom am Schloss Lenzburg im Kanton Aargau ein Parkleitsystem installiert, das auf Magnetfelddetektion basiert. Während die Berliner Senatsverwaltung mit dieser Technik nicht so gute Erfahrungen gesammelt hat, ist die Swisscom mit ihrem sogenannten Low Power Network zufrieden. Dafür verwendet das Unternehmen eine Basisstation sowie batteriebetriebene Funksensoren, die auf jedem Stellplatz in den Asphalt eingelassen wurden. "Trotz unterschiedlicher Beschaffenheit der Fahrzeuge erkennt das System fast hundert Prozent der parkierten Fahrzeuge. Mittels Filter und Kalibrierung kann auf magnetische Störfelder und lokale Gegebenheiten eingegangen werden", sagt Pressesprecher Armin Schädeli auf Anfrage von Golem.de.

Probleme im Winter

Die Bodensensoren haben abgesehen von der Detektion noch weitere Nachteile: So benötigen die Parkplätze ein festgelegtes Raster, auf dem die Autos stehen können, damit die Sensoren überdeckt werden. Zudem besteht nicht die Möglichkeit, die Größe einer Parklücke zu erkennen. Wenn die Parkplätze zugeschneit und die Markierungen nicht mehr zu erkennen sind, kann es zu Problemen mit der Detektion kommen. Laut Hohenacker betragen die Kosten für eine optische Parküberwachung nur ein Drittel der Ausgaben, die für eine Erfassung mit Bodensensoren benötigt werden. Eines der größten Pilotprojekte für diese Technik, SFPark in San Francisco, ist bei den Anwohnern hoch umstritten. Dabei sollen die Sensoren bereits vor dem Ende der Testphase ausgeschaltet worden sein.

Für die Überwachung großflächiger Parkplätze oder ganzer Straßenzüge bieten sich daher wohl eher Über-Kopf-Systeme an. Einzelne Parkplätze, wie vor Ladestationen oder auf Privatgelände, könnten hingegen auch kostengünstig mit einem Bodensensor überwacht werden.

 Sensoren generieren keine BilderWem gehören die Parkplatzdaten? 

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Kleba 23. Mär 2016

Hi automobiles, das die Wagen schon jetzt viel können, will ich auch gar nicht in Abrede...

cpt.dirk 22. Mär 2016

Das dürfte unter anderem daran liegen, dass der ÖPNV, wie etliche andere Einrichtungen...

sydthe 22. Mär 2016

Ich würde mal behaupten das ein Parkhaus mehr Einnahmen generiert als ein Wohnhaus. Wenn...

deefens 21. Mär 2016

Vor allem in Kleinstädten um die 50.000 Einwohner sind die ÖPNV-Verbindungen meist ein...

Nogul 21. Mär 2016

Hier wieder. Dass man ein Auto besitzen muss scheint so fest verankert zu sein, dass man...



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