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Sensoren generieren keine Bilder

Seine berufliche Herkunft erklärt, warum Hohenacker dabei auf Kameras setzt. Wobei für ihn die Feststellung sehr wichtig ist: "Die Sensoren sind keine Kameras." Schon gar keine Überwachungskameras. "Wir verarbeiten alle Daten direkt im Sensor, der über eine Octacore-Recheneinheit verfügt", erläutert Hohenacker. Die aufgenommenen Daten würden in einer "Kaskade von 20 Algorithmen" analysiert. Heraus kämen auf einem Raster von 25 Zentimetern die GPS-Daten von Fahrzeugstrukturen. Das sehe in der Auflösung durchaus einem Radarbild ähnlich. Der Sensor übertrage daher nur 80 Byte pro Sekunde per WLAN oder Mobilfunk an einen Server.

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Die Befürchtungen vor einer flächendeckenden Überwachung durch solche Parkplatzsysteme sind nicht ganz unberechtigt. Hohenacker berichtet von Konzepten in den USA, bei denen die Aufnahmen nicht direkt im Sensor analysiert werden, sondern erst in einem angeschlossenen Server. Ein solches System würde in Deutschland wohl von den Datenschutzbehörden abgelehnt werden. "Technische Lösungen, die es von Vornherein nicht zu einer 'Beobachtung' kommen lassen, sondern ohne bildgebende Sensoren auskommen oder die Verarbeitung der Rohdaten direkt an der Kamera vornehmen, stoßen auf deutlich geringere Datenschutzprobleme", teilt der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar auf Anfrage von Golem.de mit. Würden Kameras eingesetzt, die die erfassten Bilder direkt im Sensor anonymisierten, müsse sichergestellt sein, dass diese technischen Maßnahmen nicht leicht umgangen werden könnten.

Datenschützer gegen Aufnahme von Personendaten

Ähnlich äußert sich die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff auf Anfrage von Golem.de: "Generell ist es aus datenschutzrechtlicher Sicht zu befürworten, wenn zur intelligenten Parkraumbewirtschaftung Systeme verwendet werden, die keine Personen oder personenbezogene Daten aufnehmen können." Aus diesem Grund wundert es nicht, dass Systeme, die auf Radarsensoren oder Magnetfelddetektoren basieren, für Kommunen und andere Betreiber attraktiv sind. Denn auf diese Weise können sie sämtlichen Diskussionen mit Datenschutzbehörden oder Bürgern, die sich überwacht fühlen, aus dem Weg gehen. Ganz unabhängig davon, ob der optische Sensor tatsächlich Bilder generiert oder nicht.

Das gilt auch für Berlin. In der Hauptstadt kümmert sich Hermann Blümel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt um das Pilotprojekt mit Siemens. "Vor dem Einsatz optischer Detektionssysteme ist die Abstimmung mit den Datenschützern unumgänglich", sagt Blümel im Gespräch mit Golem.de. Das bleibt ihm nun erspart. Aber dafür ist er mit den bisherigen Testergebnissen alles andere als zufrieden. "Es ist noch viel Entwicklungsaufwand erforderlich, bevor man belastbare Detektionsergebnisse hat, die man anbieten kann, ohne permanent Frust zu erzeugen", sagt Blümel. Mit anderen Worten: Die Radartechnik ist alles andere als zuverlässig.

Siemens räumt Probleme ein

Selbst Siemens räumt Probleme ein. "Die technischen Herausforderungen, die wir bislang zu lösen hatten, resultierten aus dem prototypischen Aufbau, der noch nicht die Stabilitätskriterien einer produktreifen Realisierung aufweist", sagt Firmensprecherin Katharina Zoefeld sehr verklausuliert auf Anfrage von Golem.de. Dennoch hofft der Konzern darauf, bis Ende des Jahres eine Erkennungsrate von 98 Prozent zu erzielen und ein "marktreifes Produkt" vorweisen zu können. Alles andere wäre auch eine Blamage für den Konzern.

Bis zur Marktreife sind offenbar noch grundlegende Änderungen an der Technik erforderlich. So will Siemens die Frequenz der Sensoren von 24 auf 77 GHz erhöhen, um eine Auflösung zu erzielen, die niedriger als 50 Zentimeter ist. Bei der derzeitigen Auflösung lässt sich die Größe eines Parkplatzes demnach nur recht ungenau bestimmen. Die geringe Zuverlässigkeit hängt offenbar auch damit zusammen, dass vorbeifahrende Fahrzeuge die Sensoren irritieren. Anders als von Kritikern der Radardetektion behauptet, können die Testsensoren in der Berliner Bundesallee nicht nur Fahrzeuge, die sich bewegen, sondern auch stehende erkennen.

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 Intelligente Parkplatzsuche: Mut zur LückeRadarsensoren zu schwer für Lampenmasten 
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Kleba 23. Mär 2016

Hi automobiles, das die Wagen schon jetzt viel können, will ich auch gar nicht in Abrede...

cpt.dirk 22. Mär 2016

Das dürfte unter anderem daran liegen, dass der ÖPNV, wie etliche andere Einrichtungen...

sydthe 22. Mär 2016

Ich würde mal behaupten das ein Parkhaus mehr Einnahmen generiert als ein Wohnhaus. Wenn...

deefens 21. Mär 2016

Vor allem in Kleinstädten um die 50.000 Einwohner sind die ÖPNV-Verbindungen meist ein...

Nogul 21. Mär 2016

Hier wieder. Dass man ein Auto besitzen muss scheint so fest verankert zu sein, dass man...


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