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Intelligent Personal Assistant: BMW zeigt Sprachsteuerung auf Basis von Alexa+

BMW nutzt zwar Alexa+ als Basis, ändert den digitalen Assistenten aber an ganz vielen Stellen. Wir waren bei einer Vorführung dabei.
/ Ingo Pakalski
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Der Intelligent Personal Assistant von BMW im Einsatz (Bild: Amazon)
Der Intelligent Personal Assistant von BMW im Einsatz Bild: Amazon

BMW hat parallel zum Start von Alexa+ in Deutschland gezeigt, wie der darauf basierende Intelligent Personal Assistant des Autoherstellers arbeitet. Dabei integriert BMW nicht einfach eine normale Variante von Alexa+ in seine Fahrzeuge, sondern hat den KI-Assistenten umfangreich angepasst.

BMW präsentierte seinen Intelligent Personal Assistant auf einem Amazon-Pressetermin und zeigte, wie sich das Auto während der Fahrt mit der Sprache steuern lässt. Aktiviert wird die Sprachsteuerung entweder mit den Aktivierungsfloskeln "Hey BMW" oder nur "BMW". Alternativ ist eine Aktivierung über die Sprachtaste am Lenkrad möglich.

Als technische Grundlage verwendet BMW den Alexa Custom Assistant von Amazon, den der Autohersteller nicht nur mit einem anderen Aktivierungswort, sondern auch mit einer eigenen Stimme versehen hat. Im Fahrzeug merken Kunden also zunächst nicht, dass sie Alexa+ verwenden. Der BMW-Dienst hat keine direkte Verbindung zu einem normalen Alexa+-Zugang.

BMWs Sprachsteuerung benötigt kein Amazon-Konto

Für die Nutzung des Intelligent Personal Assistant(öffnet im neuen Fenster) ist auch kein Amazon-Konto nötig. Das wird benötigt, um bestimmte Alexa+-Funktionen verwenden zu können. Dazu stehen alle Funktionen zur Nutzung von Musikstreamingdiensten zur Verfügung, die dann mittels Sprache gesteuert werden können.

Per Sprachsteuerung lassen sich etliche fahrzeugspezifische Befehle aufrufen. So können die Scheiben geöffnet und geschlossen werden oder die Klimaanlage angepasst werden. Die Massagefunktion in den Sitzen kann auf Zuruf an- oder abgeschaltet werden und die Navigation kann komplett mit der Sprache angestoßen und nachträglich angepasst werden. Das Ziel von BMW ist es, möglichst viele Funktionen im Auto mit der Stimme nutzen zu können.

BMW verkürzt Antworten von Alexa+

BMW betont, dass die Antworten seines Assistenten im Vergleich zu Alexa+ bewusst gekürzt wurden, um die Ablenkung beim Fahren zu verringern. Beim Sprechen von Befehlen soll keine spezielle Syntax erforderlich sein, das System soll alle Anfragen verstehen können, was aufgrund der Fähigkeiten von Alexa+ erreicht wird.

BMW zeigt seinen Intelligent Personal Assistant auf Basis von Alexa plus
BMW zeigt seinen Intelligent Personal Assistant auf Basis von Alexa plus (09:21)

Neu verkaufte BMW iX3 erhalten die KI-Variante des Intelligent Personal Assistant nach Herstellerangaben prinzipiell bereits seit Mitte April 2026. Bereits produzierte Fahrzeuge dieses Modells erhalten die Funktion ab Ende Mai 2026 in Form eines Software-Updates. In weiteren BMW-Modellen mit BMW Operating System 9 sowie BMW Operating System X soll die KI-Version des Intelligent Personal Assistant ab der zweiten Jahreshälfte schrittweise integriert werden.

Andere Autohersteller setzen auf ChatGPT. So fügte Mercedes-Benz seinem MBUX-System ChatGPT für natürlichsprachliche Unterhaltungen hinzu. Volkswagen baut ChatGPT ebenfalls in seine Fahrzeuge ein.

Nachtrag vom 7. Mai 2026, 11:49 Uhr

Der BMW Intelligent Personal Assistant kann zwei Jahre ab der Erstzulassung des entsprechenden Fahrzeugs kostenlos verwendet werden. Danach können die Funktionen der Sonderausstattung innerhalb von drei Monaten einmalig kostenlos für weitere zwei Jahre über die My-BMW-App oder im BMW-Connected-Drive-Store verlängert werden, erklärte BMW auf Nachfrage von Golem. Weitere Angaben machte BMW dazu nicht.


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