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Intelligent Memory: Stapeltrick verdoppelt RAM-Kapazität für Notebooks

16 statt 8 GByte auf einem Modul: Intelligent Memory hat den ersten Arbeitsspeicher für Notebooks vorgestellt, der durch Stapeln die Kapazität verdoppelt. Das ist praktisch für AMD- und Broadwell -Geräte mit nur einem SO-DIMM-Steckplatz.
/ Marc Sauter
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Zwei DDR3L-1333-SO-DIMMs mit 16 GByte Kapazität (Bild: Notebookcheck)
Zwei DDR3L-1333-SO-DIMMs mit 16 GByte Kapazität Bild: Notebookcheck

Intelligent Memory hat festgestellt, dass die eigenen 16-GByte-Module mit Intels Broadwell-Prozessoren kompatibel sind. Bisherige Generationen können mit solchen Sticks nicht umgehen und sprechen nur 8 GByte pro Modul an – anders als bei AMD. Erste Tests von Notebookcheck(öffnet im neuen Fenster) bestätigen die Kompatibilität.

Die neuen Module ermöglichen, Notebooks mit nur einem Steckplatz mit 16 statt 8 GByte RAM auszustatten, etwa Lenovos X250. Interessant werden die Module für Notebooks mit Broadwell-H, also den 37/47-Watt-Quadcore-Chips: Hier wären sogar 64 GByte RAM in einer mobilen Workstation möglich.

Hintergrund ist folgender: Aktuelle DDR3L-Speichermodule im SO-DIMM-Formfaktor bestehen aus 4-GBit-Chips. Bausteine mit 8 GBit gibt es zwar, diese erfordern aber längere Auffrischungszyklen, die offiziell nur Prozessoren für Micro-Server beherrschen. Bei allen anderen CPUs können Stabilitätsprobleme auftreten, Intel-Chips wie Sandy/Ivy Bridge und Haswell sind inkompatibel.

Der kleine Speicherhersteller Intelligent Memory hat schon vor rund zwei Jahren Module entwickelt, die statt eines 8-GBit-Chips zwei 4-GBit-Bausteine stapeln und diese auf die Pikosekunde synchronisieren. Dieser Trick ermöglicht Module, die mit AMD-Prozessoren und Intels aktuellen Broadwell-Chips kompatibel sind.

Geräte mit zwei Speichersteckplätzen sind nicht selbstverständlich, viele Hersteller verbauen nur einen Slot. Manche verlöten immerhin 4 GByte DDR3L-Speicher, was das Limit von 8 auf 12 GByte verschiebt. Mit IMs Stapeltrick erhöht sich der maximal mögliche Speicherausbau auf 20 GByte, bei zwei Speichersteckplätzen auf 32 GByte.

Zwar kostet ein DDR3L-1333-Modul derzeit 350 Euro(öffnet im neuen Fenster) , für einige Anwender ist ein solches aber eine willkommene Option, vor allem im zahlungskräftigen Businesssegment. In den nächsten ein bis zwei Monaten sollen zudem schnellere DDR3L-1600-Module erhältlich sein.

Wir planen, die Module in einer NUC mit Broadwell-i3 auszuprobieren.


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