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Intelligence Analyst: Amazon sucht Geheimanalysten gegen Gewerkschaften

In den USA fürchtet Amazon offenbar Gewerkschaften und Aktivisten so sehr, dass der Konzern sie überwachen lässt. Dafür sucht er Intelligence Analysts.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon-Chef Jeff Bezos
Amazon-Chef Jeff Bezos (Bild: ERIC BARADAT/AFP via Getty Images)

Amazon sucht eine Art von "Geheimdienstanalysten", die nicht-öffentlich verfügbare Informationen zu "sensiblen Themen, die streng vertraulich sind, einschließlich Bedrohungen durch Arbeiterorganisation gegen das Unternehmen" sammeln sollen. Das geht aus einer aktuellen Stellenausschreibung hervor, die der Aktivist Wolfie Christl zuerst bei Twitter weiterverbreitete.

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Beschafft werden sollen auch Informationen zu "organisierten Arbeitskräften, Aktivistengruppen und feindlichen politischen Führungspersonen".

Die Tätigkeit ist bei dem Bereich Amazon Global Security Operations (GSO) im Global Intelligence Program (GIP) angesiedelt. Das Team hat seinen Sitz in der Region Phoenix, im US-Bundesstaat Arizona.

Analysten müssten anspruchsvolle Suchanfragenfolgen erstellen und bereitstellen können, die auf unterschiedliche Geschäftsinteressen zugeschnitten sind und der Überwachung zukünftiger Risiken dienen. Die direkte Einbeziehung von Wirtschaftsführern (L6 +) gehöre dazu. Mit Level 6+ sind Manager in mittleren Positionen gemeint, die Senior Manager werden wollen.

Amazon: Terrorismus und Arbeiterorganisationen

Die Analysten sollen "Wissenslücken schließen, indem sie sich mit aktuellen Fachexperten zu Themen befassen, die für Amazon von Bedeutung sind, einschließlich Hassgruppen, politischen Initiativen, geopolitischen Fragen, Terrorismus, Strafverfolgung und Arbeiterorganisationen".

Amazon hat wiederholt Beschäftigte entlassen, die Arbeitsbedingungen kritisiert hatten. Das Unternehmen unterstütze "das Recht jedes Mitarbeiters, die Arbeitsbedingungen seines Arbeitgebers zu kritisieren, aber das bringt keine pauschale Immunität gegen sämtliche internen Richtlinien mit sich".

Die Kündigung von Emily Cunningham und Maren Costa, die als User Experience Designer in Seattle tätig waren, sei wegen "wiederholter Verletzung interner Richtlinien" erfolgt. Laut Washington Post waren die beiden Entwicklerinnen bei Amazon Employees for Climate Justice aktiv, einer Klimaschutzgruppe, die auch für den Schutz der Lagerarbeiter eintritt.

Zuvor war bereits der Streikführer Chris Smalls entlassen worden, der mit seinen Kollegen in Staten Island einen Streik organisiert hatte. Eine Sprecherin sagte, Smalls sei nach einem Kontakt mit einer Arbeiterin, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war, unter Quarantäneverstoß für den Streik in die Einrichtung gekommen.

Nachtrag vom 2. September 2020, 7:50 Uhr

Amazon hat die beiden Stellenanzeigen nach mehreren Medienberichten dazu gelöscht. Das Open Markets Institute, das sich auf Kartellrecht und die Monopolmacht von Technologieunternehmen konzentriert, erklärte, Amazon benutze Tools wie Navigationssoftware, Objektscanner, Armbänder, Wärmebildkameras, Sicherheitskameras und aufgezeichnetes Filmmaterial, um seine Belegschaft in Lagern und Geschäften zu überwachen. Dabei könne es darum gehen, die Organisierung in Gewerkschaften einzuschränken. Beispielsweise würden Heatmaps erstellt und anhand von Daten wie der Stimmung der Teammitglieder und eines Diversity-Index ermittelt, in welchen Filialen das Risiko einer Gewerkschaftsbildung höher sein könne, heißt es in dem Bericht.

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Akkon 10. Sep 2020

So einen Bullshit glaubt man kaum. Rate mal, wem wir unsere ganzen Gesetze zum Schutz...

Akkon 10. Sep 2020

Nun toben sie alle wieder, und in 2 Stunden wird wieder fleissig bestellt. Demnächst bei...

Lanski 04. Sep 2020

Exakt das ist meistens auch der Fall. Schön zu sehen, dass ich da nicht alleine bin mit...

Lanski 04. Sep 2020

Das hat er überhaupt nicht gesagt, offenbar hast du seinen Kommentar nur stückweise...

schnedan 02. Sep 2020

A.) soziale Markwirtschaft haben wir hier auf dem Papier... Bezos hat das in den USA...


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