Abo
  • Services:

Intel vPro: Lücken in Intel ME und AMT ermöglichen Code-Ausführung

Intel hat Sicherheitslücken in seinen proprietären Firmware-Komponenten ME und AMT geschlossen, die Angreifern das Ausführen von Code ermöglichen. Sicherheitsforscher vermuten, dass das Unternehmen die Veröffentlichung dazu absichtlich verzögert hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Intels vPro-Chips mit AMT richten sich an Enterprise-Kunden.
Intels vPro-Chips mit AMT richten sich an Enterprise-Kunden. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Chip-Hersteller Intel gibt Informationen zu mehreren Sicherheitslücken in seinen proprietären Firmware-Komponenten ME und AMT bekannt. Die Lücken könnten es Angreifern ermöglichen, beliebigen Code in der Firmware auszuführen, die unterhalb der Ebene des Betriebssystems liegt und abhängig und versteckt von diesem Arbeiten kann. Intel entdeckte die Fehler eigenen Angaben zufolge bei einer internen Überprüfung seiner Firmware.

Stellenmarkt
  1. ANSYS Germany GmbH, Darmstadt (near Frankfurt/Main), Otterfing (near Munich)
  2. SCISYS Deutschland GmbH, Dortmund

Die Lücke (CVE-2018-3627) in der ME beschreibt Intel als "Logik-Fehler". Zum Ausführen des eigenen Codes benötigen Angreifer demzufolge lokale Admin-Rechte. Die Sicherheitsforscher von Positive Technologies fanden im vergangenen Jahr bereits einen ähnlich gravierenden Fehler und schreiben nun in ihrem Blog, dass die aktuelle Lücke wohl noch einfacher auszunutzen sei, als jene aus dem vergangenen Jahr.

Immerhin nutzten die Forscher von Positive Technologies selbst einige Fehlkonfigurationen von Hardware-Herstellern aus. Das scheine nun aber nicht notwendig zu sein. Von dem Fehler betroffen sind die Chips der 6., 7. und 8. Generation der Core-i-CPUs sowie die Xeon Prozessoren E3-1200 v5 und v6 (Greenlow) und Xeon Prozessoren der W-Familie (Basin Falls).

AMT-Angriff über das interne Netz

Ein weiterer Fehler in Intels Active Management Technologie (AMT), ein Buffer-Overflow in der HTTP-Behandlung (CVE-2018-3628), ermöglicht Angreifern ebenfalls das Ausführen von Code. Positive Technologies weist in seinen Blog darauf hin, dass anders als in ähnlichen AMT-Lücken aus dem vergangenen Jahr nun nicht mal ein Admin-Account benötigt werde. Der Angriff könne also ohne jede Autorisierung durchgeführt werden. Laut Intel ist ein Angriff jedoch nur aus dem gleichen Subnetz möglich.

Intel berichtet zudem von einem Buffer-Overflow in der Ereignisbehandlung (CVE-2018-3629) der AMT, der für einen Denial-of-Service-Angriff benutzt werden könnte, sowie von einem nicht näher spezifizierten Speicherfehler (CVE-2018-3632) in AMT, der durch Angreifer mit Admin-Rechten ausgelöst werden könne.

Die AMT-Sicherheitslücken betreffen die vPro-Varianten von Intels Core 2 Duo und Intel Centrino, die 1. bis 8. Generation der Core-i-CPUs sowie die Xeon Prozessoren E3-1200 v5 und v6 (Greenlow), die Xeon-Prozessoren der Scalable-Platform-Familie (Purley) und Xeon Prozessoren der W-Familie (Basin Falls).

Die Forscher von Positive Technologies weisen abschließend darauf hin, dass die Firmware-Versionen, welche laut Intel einen Schutz gegen die Lücken aufweisen, die gleichen sind, wie bei den ME-Sicherheitslücken aus dem vergangenen Jahr. In dem Blog wird deshalb die Vermutung geäußert, dass Intel die Veröffentlichung der Lücken bewusst verzögerte, um so eine noch größere Störung und Alarmierung zu vermeiden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Game Night 5,98€, Maze Runner 6,98€, Coco 5,98€)

George99 20. Jul 2018

Cool, ein interessantes Projekt, das ich auch schon länger verfolge! Ich verstehe deine...

gunterkoenigsmann 19. Jul 2018

Mindestens drei Arten von Unsinn: Ein Fernwartungstool, über das man einen enorm...


Folgen Sie uns
       


Pocophone F1 - Test

Das Pocophone F1 gehört zu den günstigsten Topsmartphones auf dem Markt - nur 330 Euro müssen Käufer für das Gerät bezahlen. Dafür bekommen sie eine Dualkamera und einen Snapdragon 845. Wer mit ein paar Kompromissen leben kann, macht mit dem Smartphone nichts falsch.

Pocophone F1 - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

    •  /