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Intel und Up Squared: x86-Prozessor wie einen Arduino programmieren

Die Arduino-Online-IDE unterstützt mit Intels Hilfe zukünftig x86-basierte Linux-Computer einschließlich Migrationspfad zu professionellen IDEs. Ein fertig konfiguriertes Hardware-Komplett-Kit soll Embedded-Entwicklern den Einstieg erleichtern.
/ Alexander Merz
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Up Squared (Bild: Intel)
Up Squared Bild: Intel

Arduino Create(öffnet im neuen Fenster), die Online-IDE für die Entwicklung von Arduino-Programmen, unterstützt zukünftig auch den Up Squared. Dies gab Intel bekannt(öffnet im neuen Fenster). Aaeon, der Hersteller des Up Squared, bietet deshalb ein Komplett-Kit aus dem Bastelrechner(öffnet im neuen Fenster), einer Aufsatzplatine mit Grove-Steckern sowie verschiedenen Sensoren und Aktoren an. Als Betriebssystem ist die Linux-Distribution Ubuntu Server installiert, inklusive einer Reihe von Intel-Bibliotheken für die softwareseitige Arduino-Kompatibilität und zum Beispiel OpenCV zur Bilderkennung.

Der vom Raspberry Pi inspirierte Bastelrechner Up Squared verfügt im Gegensatz zu anderen Rechnern dieser Bauart über einen Intel-Prozessor, nicht über einen ARM-Prozessor oder wie bei der Arduino-Plattform üblich einen Mikrocontroller. Obwohl vom Up Squared Versionen mit verschiedenen Intel-Prozessoren verfügbar sind, wird das Komplett-Kit nur mit einem Intel Celeron N3350 angeboten.

Arduino-Programme laufen mit Hilfe von Intels MRAA- und UPM-Bibliotheken(öffnet im neuen Fenster) auf Ubuntu. Sie stellen die notwendige Hardware-Abstraktion für die grundlegenden Arduino-Bibliotheken bereit. Die MRAA-Bibliothek wurde von Intel erstmalig 2014 mit dem Arduino-kompatiblen Galileo-Board eingeführt. Intel weist in seiner Erklärung darauf hin, dass die aktuelle MRAA-Integration unter Ubuntu auch mit Atom-, Core- und Xeon-Prozessoren funktionieren soll.

Die Unterstützung von Arduino Create soll vor allem das Prototyping beschleunigen. Für die eigentliche Software-Entwicklung kann das Arduino-Programm dann als Cmake-Projekt exportiert und in Intels System-Studio-IDE importiert werden. Die Exportfähigkeit von Arduino-Projekten wurde in der Vergangenheit bereits von Arduino angedeutet und wird wahrscheinlich zukünftig auch in der normalen Arduino-IDE für alle Plattformen verfügbar sein.

Intel hat seine eigene Produktlinie Arduino-kompatibler Boards im Laufe des Jahres eingestellt. Das ab Dezember verfügbare Up-Squared-Kit ist damit vorerst die einzig explizit von Arduino unterstützte Hardware mit Intel-Technik. Zum Preis von 250 US-Dollar plus Steuern und Versand ist sie aber deutlich teurer als die früheren Angebote von Intel selbst.


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