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Intel: Stephen Hawkings Sprachsynthese-Software ist Open Source

Sprechen per Wangenmuskel: Intel gibt die Software, die Stephen Hawking das Sprechen ermöglicht, frei. Das soll es anderen ermöglichen, das Assistenzsystem weiterzuentwickeln.
/ Werner Pluta
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Stephen Hawking (bei der Premiere des Films Die Entdeckung der Unendlichkeit, 2014): neue Schnittstellen, neue Sensoreingaben, neue Funktionen (Bild: Tim P. Whitby/Getty Images)
Stephen Hawking (bei der Premiere des Films Die Entdeckung der Unendlichkeit, 2014): neue Schnittstellen, neue Sensoreingaben, neue Funktionen Bild: Tim P. Whitby/Getty Images

Wenn Stephen Hawking spricht, spricht ein Computer – er selbst kann wegen einer Krankheit nicht sprechen. Die Software, über die Hawking kommuniziert, wird jetzt Open Source.

Entwickelt wurde das Assistive Context-Aware Toolkit(öffnet im neuen Fenster) (ACAT) vom US-Hardware-Konzern Intel eigens für Hawking. Der britische Physiker ist an Amyotropher Lateralsklerose(öffnet im neuen Fenster) (ALS) erkrankt und kann deshalb nur einen Wangenmuskel und seine Augen bewegen.

Eine Kamera nimmt Wangenbewegungen auf

Die Software bekommt Bilder aus einer Infrarot-Kamera an seiner Brille, die die Bewegungen des Wangenmuskels aufnimmt. Darüber steuert Hawking einen Cursor auf einem Bildschirm, über den er aus einem Alphabet Buchstaben aussucht. Dabei hilft die Software durch Wortvorschläge.

Drei Jahre lang hat Intel an der Software gearbeitet, Anfang 2014 war die erste stabile Version fertig. Seit sie ACAT Hawking zur Verfügung stellten, hätten sie sie so weiterentwickelt, dass sie nun auch bei anderen Erkrankungen des motorischen Nervensystems eingesetzt werde, schreiben die Intel-Entwickler.

Andere Eingaben sind möglich

So können andere Eingabegeräte angeschlossen werden: statt einer Infrarot-Kamera etwa eine ganze normale Webcam, ein Knopf oder ein Bewegungssensor. Auch die Anwendungen, die ACAT steuern soll, sind variabel: Außer zu kommunizieren kann der Nutzer damit beispielsweise auch eine Textverarbeitungssoftware oder einen Browser bedienen.

"Indem wir den Quellcode für diese konfigurierbare Plattform freigeben, werden Entwickler, so hoffen wir, das System weiterbringen: neue Schnittstellen, neue Formen von Sensoreingaben, Wortvorhersagen und andere Merkmale hinzufügen", sagen die Intel-Entwickler. Den Quellcode von ACAT stellen sie auf der Plattform Github bereit(öffnet im neuen Fenster).

ACAT ist in C# programmiert. Bei der Entwicklung kamen Microsoft Visual Studio 2012 und .NET 4.5 zum Einsatz. Deshalb läuft ACAT nur auf Windows-Rechnern, ab Windows 7. Das System steht unter einer Apache-Lizenz Version 2.0(öffnet im neuen Fenster).


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