Abo
  • Services:

Intel Silicon Photonics: Kompakte MXC-Kabel mit 800 GBit/s sollen 2014 erscheinen

Intels Projekt Silicon Photonics wird noch vor Jahresende Realität werden, so ist zumindest der Plan. Der für Gorilla-Glas bekannte Hersteller Corning wird die Kabel verkaufen, die dann in einem Rechenzentrum verbiegbare Verbindungen mit bis zu 800 GBit/s ermöglichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Stecker sind trotz 64 Glasfasern sehr klein.
Die Stecker sind trotz 64 Glasfasern sehr klein. (Bild: Corning)

Intels MXC-Kabel werden nach und nach zur Realität. Die Silicon-Photonics-Technik soll noch im dritten Quartal 2014 zur Marktreife gebracht und dann auch verkauft werden, wie einige englischsprachige Medien berichten. Immerhin 300 Meter lange Kabel mit einem Datendurchsatz von 800 GBit/s sind so möglich.

  • MXC-Kabel kommen mit kompakten Steckern. (Bild: Corning)
  • Bis zu 64 Fasern sind vorgesehen. Je eine Hälfte wird für die Hin- und Rückrichtung benötigt. (Bild: Corning)
MXC-Kabel kommen mit kompakten Steckern. (Bild: Corning)
Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Zum Erreichen hoher Geschwindigkeiten wird Intel gleich dutzendweise Glasfaserstränge zu einem einzigen Kabel bündeln und so je Richtung 800 GBit/s erreichen. Die Bündelung der Stränge ist für sich genommen nichts Besonderes. Schon lange gibt es das Problem mangelnder Bandbreiten über Glasfaser zu einem vernünftigen Preis, weshalb etwa QSFP als Standard entwickelt wurde, das Switch- und Serververbindungen per Ethernet mit 40 GBit/s ermöglicht, je Datenrichtung zwei Fasern nutzt und auch für andere Standards wie Fibre Channel verwendet wird. Derzeit sieht QSFP+ 28 GBit/s pro Faser in den Transceivern vor.

Die enorm hohe Integration von Intel ist hingegen etwas Besonderes und soll trotzdem bezahlbar sein. Ganze 64 Faseranschlüsse bringt Intel in einem kleinen Stecker unter. Derzeit sind nur 25 GBit/s je Faser vorgesehen. Rechnerisch ergibt das 1,6 TBit/s, die im Vollduplexbetrieb über das Kabel oder besser gesagt den Kabelstrang gehen. Intel plant bereits eine Verdoppelung der Bandbreite auf 50 GBit/s und würde dann je Richtung 1,6 TBit/s erreichen können. Eine hohe Integration ist nicht nur bei den Kabeln notwendig, sondern auch auf Transceiver-Seite. Zudem verspricht Intel eine leichte Verlegbarkeit. Die Kabel dürfen stärker verbogen werden als herkömmliche Glasfaserkabel. Der Biegeradius wird mit nur 7,5 mm angegeben. Auch Fremdkörper sollen das Signal nicht mehr so stark beeinflussen können, da der Lichtstrahl vergrößert wurde.

Die grundsätzliche Technik hat Intel schon auf dem vergangenen Intel Developer Forum im September 2013 vorgestellt. Es ist Teil des Feldes Silicon Photonics und sieht einen Stecker mit dem Namen MXC vor. Eingesetzt werden Multimode-Fasern, die üblicherweise für kurze Reichweiten verwendet werden, und 1.310 nm Wellenlänge für das Licht. Die Kabel sollen vor allem für Verbindungen in Rechenzentren genutzt werden. Es ist zudem vorgesehen, dass die Kabel nicht vollständig bestückt verwendet werden.

Preise nennt die Firma Corning, die vor allem durch ihr Gorilla-Glas bekanntwurde, bisher nicht. Für den Einsatz in Produkten findet heute von Intel ein MXC Adopters Forum statt.

Weitere Informationen zu MXC-Verbindungen finden sich in einem älteren MXC-Whitepaper im PDF-Format von Intel und Corning.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 127,90€ (effektiver Preis für SSD 107,90€)
  2. (u. a. Battlefield 5, FIFA 19, Battlefront 2, NHL 19)
  3. (u. a. FIFA 19, New Super Mario Bros. U Deluxe, Donkey Kong Contry)
  4. (aktuell u. a. Ryzen 7 2700X 299€, Playstation-Store-Guthaben für 18,40€ statt 20€ oder...

Eheran 11. Mär 2014

Jap, bin ich. Sicher nicht auf jeden, aber hier ist der Anteil irgendwo bei 90% ggü...

körner 11. Mär 2014

Tja den Schrott kannste jetzt bald rausreißen und mit LWL neu verlegen. :P


Folgen Sie uns
       


MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 2

Im zweiten Teil unseres Livestreams basteln wir ein eigenes neues Deck (dreifarbig!) und ziehen damit in den Kampf.

MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 2 Video aufrufen
Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion
  2. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  3. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  2. Hyundai Das Elektroauto soll automatisiert parken und laden
  3. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren

Mobilität: Überrollt von Autos
Mobilität
Überrollt von Autos

CES 2019 Die Consumer Electronic Show entwickelt sich immer stärker zu einer Mobilitätsmesse. Größere Fernseher und leichtere Laptops sind zwar noch ein Thema, doch die Stars in Las Vegas haben Räder.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Link Bar JBL bringt Soundbar mit eingebautem Android TV doch noch
  2. Streaming LG und Sony bringen Airplay 2 nur auf neue Smart-TVs
  3. Master Series ZG9 Sony stellt seinen ersten 8K-Fernseher vor

    •  /