Intel-Quartalszahlen: Optimistisch trotz größtem Verlust der Firmengeschichte

Bis zur zweiten Jahreshälfte müssen sich die Aktionäre noch gedulden, denn auch für das laufende Quartal erwartet Intel erneut rote Zahlen.

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Intel CEO Pat Gelsinger ist vorsichtig optimistisch für die zweite Jahreshälfte. Denn aktuell gibt es wenig zu lachen.
Intel CEO Pat Gelsinger ist vorsichtig optimistisch für die zweite Jahreshälfte. Denn aktuell gibt es wenig zu lachen. (Bild: Intel)

Obwohl Intel im ersten Quartal 2023 die eigenen Verkaufserwartungen übertroffen hat, steht am Ende dennoch der größte Verlust, den der Chiphersteller aus Santa Clara jemals zu verzeichnen hatte.

Durch den schwächelnden PC-Markt wird zumindest für das laufende Quartal ebenfalls ein schlechtes Ergebnis erwartet. Die nächsten Produktgenerationen sollen ab der zweiten Jahreshälfte wieder für Besserung sorgen.

Intels Gesamtumsatz fiel von 18,4 Milliarden im ersten Quartal 2022 auf 11,7 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2023, 200 Millionen US-Dollar mehr, als das Unternehmen selbst im letzten Quartal vorhergesagt hatte. Einen so hohen Verlust von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr gab es in der Firmengeschichte noch nicht. Gleichzeitig zahlte Intel 1,5 Milliarden US-Dollar Dividende aus.

Die Client Computing Group (CCG), die unter anderem für Desktop-Prozessoren wie die Intel-Core-Produktreihe zuständig ist, generiert weiterhin den meisten Umsatz für das Unternehmen und ist gleichzeitig weiter profitabel. Zwar sanken die Einnahmen im Vergleich zum Q1 2022 um 38 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar, dennoch blieben am Ende 9 Prozent Marge und 520 Millionen US-Dollar Profit übrig.

Kunden kaufen eher günstige Prozessoren

Gründe für den Rückgang im Client-Geschäft waren laut David Zisner, Chief Financial Officer bei Intel, das noch nicht vollständig abverkaufte Inventar bei OEMs und Kunden, die aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage eher kostengünstige Prozessoren kauften, was für Intel geringere Margen bedeutete. Das gilt sowohl für den Endkundenmarkt als auch im Bildungssektor.

Die Datacenter and AI Group verlor 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Umsatz sank von 6,1 Milliarden im Q1 2022 auf 3,7 Milliarden im letzten Quartal. Gründe dafür waren hohe Produktionskosten, Investitionen in zukünftige Fertigungsknoten sowie die Umstrukturierung der AXG-Abteilung.

Mit den Verkaufszahlen der 4. Generation Intel Xeon Scalable ist Intel hingegen zufrieden.

IFS ist aufgrund hoher Investitionen noch nicht profitabel

Intel Foundry Services verzeichnete einen Umsatzverlust von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr und machte 140 Millionen US-Dollar Verlust. Grund dafür sollen die hohen Kosten für die Inbetriebnahme neuer Fabs sein, mit denen Intel sowohl wieder zum Marktführer werden möchte und die Produktion teilweise nach Europa und in die USA verlegt.

Mobileye ist die einzige Intel-Abteilung, die im abgelaufenen Quartal ein Wachstum verzeichnete. Mit 458 Millionen US-Dollar Umsatz steigerte sich die für Bilderkennung und Automotive-Produkte verantwortliche Abteilung um 16 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Der Gewinn sank zwar um 17 Prozent auf 123 Millionen US-Dollar, dafür sollen aber vor allem Investitionen in neue Produkte verantwortlich sein.

"Wir konnten im ersten Quartal solide Ergebnisse liefern, die unseren stetigen Fortschritt in unserer Transformation repräsentieren", erklärte Intels CEO Pat Gelsinger zu den Quartalszahlen.

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