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Intel Prozessor 310: Langsam und günstig - Intels letzter Dual-Core?

Als der letzte Dual-Core- Prozessor auf den Markt kam, haben wir die Ära der Zweikern-CPUs für beendet erklärt. Es gibt trotzdem einen Nachfolger.
/ Martin Böckmann
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Zwei Kerne müssen bei der einzigen CPU für den Sockel-1700 ausreichen. (Bild: Intel)
Zwei Kerne müssen bei der einzigen CPU für den Sockel-1700 ausreichen. Bild: Intel

Geekbench hat erneut Details zu einer neuen CPU über die öffentlich zugängliche Benchmark-Datenbank preisgegeben. Doch ein heiß erwarteter Next-Gen-Prozessor steckt diesmal nicht dahinter, sondern eine der langsamsten CPUs, die Intel im Angebot hat.

Der Intel-Prozessor 310(öffnet im neuen Fenster) folgt auf den Intel-Prozessor 300 und hat wie sein Vorgänger nur zwei P-Kerne, keine E-Kerne und muss ohne Turbo-Boost auskommen.

Die im Geekbench angegebenen 1,25 MByte L2-Cache verraten, dass erneut Golden Cove als Architektur eingesetzt wird. Ein letzter Dual-Core mit Raptor Cove und zwei Megabyte L2-Cache pro Kern bleibt uns damit verwehrt. Bei einem Preis von 75 Euro hatte es der Intel 300 nicht leicht gegen den fast doppelt so schnellen Intel Core i3-12100 für nur 20 Euro mehr.

Der Intel-Prozessor 300 hat eine Taktfrequenz von 4,1 GHz und zählt dem Namen nach zur Raptor-Lake-Generation. Wie bei einigen Core-i3- und i5-Modellen steckt im Inneren aber die Technik von Alder Lake. Die TDP beträgt 46 Watt, in der Praxis dürfte der Prozessor noch weniger brauchen. Eine Grafikeinheit vom Typ Intel UHD Graphics 710 ist vorhanden.

Nutzen im Embedded-Bereich

Für Desktop-PCs ist die CPU wirtschaftlich kaum sinnvoll. Günstige Core-Prozessoren oder noch immer verfügbare und unterstützte AM4-CPUs von AMD bieten mehr Leistung und kosten kaum mehr. Für Terminals und Embedded-Systeme, auf denen nur wenig Software läuft, könnte die günstige CPU hingegen sinnvoll sein, besonders wenn sich der Preisunterschied zur Core-i3-Serie durch hohe Stückzahlen addiert.

Die Produktbezeichnung wird allerdings im nächsten Jahr für einige Überschneidungen bei Suchergebnissen sorgen, denn auf die Intel-Core-200-Serie sollte Core-300 folgen. Zwar unterscheidet der Hersteller zwischen Intel Prozessor, Intel Core und Intel Core Ultra – irreführende Suchergebnisse gibt es aber trotzdem. Unter den Markennamen Pentium und Celeron waren die Prozessoren leichter unterscheidbar.


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