Intel Processor: Intel lässt den Pentium sterben
Intel hat ein neues Namensschema angekündigt, das ab 2023 eingesetzt werden soll: Die bisher als Celeron oder Pentium bezeichneten Chips werden in Zukunft als Intel Processor(öffnet im neuen Fenster) beworben, zumindest im Notebook-Segment. Damit will Intel neben Core, Evo sowie vPro eine vierte Marke etablieren – und zwei altehrwürdige dafür abschaffen.
Der Spruch, dass Totgesagte länger leben, traf bisher auch auf Celeron wie Pentium zu: Während Erstere schon immer günstige Einsteiger-CPUs waren, wurden Letztere lange Zeit als Highend-Modelle vermarktet. Immerhin war der Pentium als Nachfolger des i486 von 1993 bis 2006 der Brand für Intels beste und schnellste Prozessoren – bis mit Core (2) Solo/Duo ein neuer Markenname eingeführt wurde.
In die Zeit der Pentiums fallen Chips wie der Pentium MMX, der Pentium Pro und der Pentium III 1000 (Coppermine), mit dem Intel die 1-GHz-Grenze nahm. Eher unrühmlich war gegen Ende hin die als Pentium 4 sowie Pentium D verkaufte Netburst-Technik, welche nie die 4-GHz-Hürde überwinden konnte, dafür aber 2003 die erste Extreme Edition hervorbrachte.
Von Highend zu Lowend
Während Core bis heute der Brand für die leistungsstärksten Intel-Chips ist, wurden Celeron und Pentium vor allem für die ehemaligen Atom-Prozessoren genutzt. Hinzu kamen besonders stark bei Funktionen wie Performance beschnittene Core-Ableger noch unterhalb der Core i3, wobei Modelle wie der zweikernige Pentium Gold G4560 durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugten.
So wirklich weg war der Pentium also nie, sehr wohl aber wurde der Brand über die Jahre hinweg von einem Synonym für Highend zu einem für Lowend. Ob das tatsächlich für immer so bleibt, weiß vermutlich auch Intel nicht hundertprozentig. AMD wiederum hatte die bei den Athlon 64 verwendete FX-Marke zwischenzeitlich begraben, um sie bei Bulldozer wiederzubeleben, wenngleich mit wenig Erfolg.
In diesem Sinne: Mach's gut (Notebook-)Pentium, wir werden dich in Erinnerung behalten!
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