Viel Wärmeleitpaste für die Compute-Anbindung

Intel verbaut einen Bildschirm mit IPS-Technik und 3.000 x 2.000 Pixeln (60 Hz) im weiterhin seltenen, aber äußerst praktischen 3:2-Format. Zwar ist ein solches relativ betrachtet weniger breit als eines mit 16:10 oder 16:9, dafür weist es viel mehr Höhe auf - praktisch bei allem, was sonst gescrollt werden muss. Das Panel im NUC P14E erreicht unseren Messungen zufolge eine Lichtstärke von hellen 445 Candela pro Quadratmeter - mehr als die von Intel genannten 400 Nits -, überdies ist es matt. Die 720p-Webcam ist Standard.

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Weil das Intel-Notebook aus einem Laptop Element (Camden County) und einem Compute Element (Elk Bay) besteht, müssen beide zusammengebaut werden, damit sich das Gerät starten lässt. Hierzu gilt es, die neun Torx-T5-Schrauben an der Unterseite des Laptop Element zu lösen, damit das Innenleben des NUC P14E freiliegt. Hinter dem mit 77 Wattstunden sehr großen Akku befindet sich der M.2-2280-Montageplatz für eine NVMe-SSD mit PCIe Gen4x4, und dahinter der Steckplatz für das frei wählbare Compute Element.

Dabei handelt es sich um ein rechteckiges Modul, das mit 95 x 65 mm von den Maßen her fast einer 2,5-Zoll-SSD entspricht. Darin befindet sich eine kleine Platine, welche einen verlöteten Tiger-Lake-Prozessor im UP3-Design mit vier Kernen (4C/8T) samt verlötetem LPDDR4X-Arbeitsspeicher im Dualchannel und einen AX201-Bluetooth/WiFi-Chip trägt. Das Gehäuse besteht auf der einen Seite aus Aluminium, sodass der mit Wärmeleitpaste bestrichene TGL-U-Chip seine Hitze an diese abgeben kann.

Reinschrauben und loslegen

Nun reicht das bisschen Blech aber keinesfalls aus, um den Prozessor auf Temperatur zu halten. Ergo wird das Compute Element mit dem Laptop Element verschraubt: In der oberen Hälfte befindet sich mittig ein Steckplatz samt kupferner Coldplate mit voraufgetragener Wärmeleitpaste. Unter der Platte verlaufen zwei Heatpipes nach links und rechts, die in kleinen Radiatoren mit eigenem Lüfter enden. Die Installation ist in weniger als einer Minute erledigt - es dauert länger, wieder die Bodenplatte zu befestigen. Obacht: WiFi-Kabel anschließen nicht vergessen.

  • (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
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Für unseren Test haben wir mit dem Core i7-1185G7 das TGL-U-Spitzenmodell verwendet, welches mit 16 GByte RAM ausgestattet ist und Windows 11 auf einer P1-Plus-SSD von Crucial installiert. Intel hat den Prozessor per Firmware voreingestellt, der Windows-Stromregler mit Optionen wie "Beste Leistung" oder "Ausbalanciert" ist funktionslos.

Der Chip boostet für 28 Sekunden (TAU) auf 44 Watt (PL2), bevor er sich bei 30 Watt (PL1) und 3,5 GHz einpendelt. Mit 2.139 Punkte im Cinebench R20 nT ist die CPU kaum langsamer als der Core i7-1185G7 als Referenz-Design, das 2.231 Punkte schafft. Dieses nutzt ein PL1 von 28 Watt, aber ein PL2 von 64 Watt und hat somit in kurzen Benchmarks einen Vorteil. Bei langer Last ist die 30-Watt-Einstellung flotter, der Unterschied fällt aber gering aus.

Großer Akku, relativ kurze Laufzeit

Anders als bei gewöhnlichen Laptops, wo der Prozessor direkt mit der Coldplate oder den Heatpipes in Kontakt steht, ist der Wärmedurchgang beim NUC P14E durch das Compute Element erschwert. Im 30-minütigen Throttling-Test des Cinebench R23 nT erreicht der Core i7-1185G7 ungeachtet dessen zügig eine stabile Temperatur von 90 Grad, was angesichts der Kühlung mit zwei Lüftern bei 30 Watt Package Power relativ hoch - aber völlig unbedenklich - ist.

  • (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
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Mit einem 77 Wattstunden fassenden Akku ist das NUC P14E für einen 14-Zöller sehr gut ausgestattet, ähnlich viel Kapazität weisen nur wenige Modelle wie etwa Schenkers Via 14 auf. Bei einer Helligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter, was 40 Prozent entspricht, hält der Intel-Laptop im PCMark10 Applications samt Microsofts Office 365 immerhin 06:06 Stunden durch. Das ist nur befriedigend bis gut, vor allem die Berechnungen in Excel bei 44 Watt sorgen für das vergleichsweise schlechte Abschneiden. Geladen wird per 65-Watt-USB-C-Netzteil, in anderthalb Stunden sind 80 Prozent erreicht.

Kommen wir zum Resümee.

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 Intel NUC P14E im Test: Das Notebook mit dem Einsteck-ProzessorIntel NUC P14E: Verfügbarkeit und Fazit 
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berritorre 27. Jul 2022 / Themenstart

Da hätten wir ja dann schon mal ein Beispiel zumindest mit zwei USB-C PD Anschlüssen...

Trollversteher 27. Jul 2022 / Themenstart

Dieses System hier ist ja nochmal etwas anderes, als ein Notebook bei dem die CPU...

Trollversteher 27. Jul 2022 / Themenstart

Deine Behauptung, es sei der EINZIGE in Deutschlannd gewesen, wurde ja mittlerweile...

StravaFan 26. Jul 2022 / Themenstart

Äh? Du willst mir also erzählen, dass Du auch zum Zähneputzen zwei Hände nimmst?

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