Intel-Modem: Apples erstes 5G-iPhone könnte erst 2021 erscheinen

Weil Intel mit dem XMM 8160 genannten 5G-Modem nicht rechtzeitig fertig werden soll, ist Apples Plan eines 5G-Phones für 2020 eventuell gefährdet. Intel-CEO Bob Swan könnte das Thema recht pragmatisch sehen.

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Intels XMM 8160 soll Probleme machen.
Intels XMM 8160 soll Probleme machen. (Bild: Intel)

2020 soll eigentlich das erste iPhone mit einem 5G-Modem erscheinen, zumindest hat Apple bisher darauf hingearbeitet. Dieser Plan könnte aber daran scheitern, dass Intel, der Zulieferer des 5G-Basebands, das notwendige XMM 8160 nicht rechtzeitig liefern kann und schon mehrere Fristen hat verstreichen lassen. Das zumindest berichtet die US-amerikanische Wirtschaftszeitung Fast Company unter Berufung auf eine Apple-nahe Quelle.

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Intel selbst hatte im November 2018 das XMM 8160 vorgestellt und eine Verfügbarkeit für Partner für das zweite Halbjahr 2019 angekündigt; diese Aussage hatte der Hersteller kürzlich wiederholt. Offenbar ist das aber zu knapp für Apple oder intern kommunizierte Deadlines waren eventuell enger gesteckt oder wurden tatsächlich nicht erreicht. Alternativen für das Intel-Modem hat Apple wenig, denn ob Qualcomm kurzfristig einspringt, ist angesichts des Patentstreits zumindest fraglich. Mediateks Helio M70 scheint keine Option zu sein.

Mittelfristig dürfte Apple ohnehin ein eigenes Modem einsetzen, die Forschung und Entwicklung ist längst angelaufen. Über 1.000 Ingenieure sollen an einem 5G-Baseband arbeiten, nicht wenige wurden Silicon-Valley-typisch von Intel und Qualcomm abgeworben. Noch weiter in die Zukunft gedacht ist anzunehmen, dass Apple das Modem in den eigentlichen Chip integriert, so wie das Huawei oder Qualcomm bereits seit Jahren machen. Der so auf der Platine gewonnene Platz kann beispielsweise in einen größeren Akku investiert oder das iPhone dünner werden.

Aus Sicht von Intel wäre das Modem-Geschäft mit Apple somit ohnehin zeitlich begrenzt, aber schon die aktuelle Lage ist angespannt: Das bisherige XMM 7560 wird in 14 nm gefertigt und bindet somit Kapazitäten, welche Intel auch für Server-CPUs mit weit höheren Margen nutzen könnte. Intel-CEO Bob Swan, vorher Finanzchef, könnte das ähnlich sehen, vermutet Fast Company, und eventuell das Apple-Projekt anders bewerten als sein Vorgänger Brian Krzanich. Intern soll es entsprechende Diskussionen geben.

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