Intel Minnow Board Max: Die 99-Dollar-Open-Source-Platine

Das Minnow Board Max(öffnet im neuen Fenster) ist der schnellere, verbesserte Nachfolger des Minnow Board von Juli 2013, zudem kostet es mit 99 US-Dollar nur halb so viel. Die Open-Source-Platine wird von Circuitco Electronics produziert und nutzt einen Atom E3815 oder E3825. Das 99 x 74 Millimeter große Minnowboard richtet sich somit an Entwickler von x86-Applikationen und an Bastler, die mit Linux oder Android eigene Projekte verwirklichen möchten.
Der Atom E3815(öffnet im neuen Fenster) (Bay Trail) ersetzt den Atom E640 ( Tunnel Creek ) des Minnow Board Max, beide Prozessoren bieten einen Rechenkern. Das neuere Modell basiert jedoch auf der modernen Silvermont - statt auf der Bonnell-Architektur. Zwar verfügt der E640 über Hyperthreading, die Leistung pro Takt ist jedoch deutlich geringer - zudem läuft er nur mit 1,0 statt 1,46 GHz.
Für 129 US-Dollar bietet Intel das Minnow Board Max auch mit einem Atom E3825(öffnet im neuen Fenster) an, dieser rechnet mit zwei 1,33 GHz schnellen Kernen. Theoretisch wird auch der Quadcore-Chip Atom E3845(öffnet im neuen Fenster) unterstützt. Die Rechenleistung liegt daher deutlich höher als beim Quark -SoC des Galileo -Boards. Die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics mit 400 respektive 533 MHz und vier Shaderblöcken ist der GMA 600 auf Basis des SGX-535-Grafikkerns von PowerVR drastisch überlegen.
Die weitere Ausstattung des Minnow Board Max umfasst bis zu 4 GByte DDR3-1066-Arbeitsspeicher statt 1 GByte DDR2-RAM, 8 statt zuvor 4 MByte Flash-Speicher für die UEFI-Firmware, einen Micro-SD-Anschluss, USB 3.0, Gigabit-Ethernet sowie Micro-HDMI.
Neu sind der Low- und der High-Speed Expansion Port: Ersterer unterstützt etwa I2C, SPI, PWM und I2S. Letzterer bietet mittels einer PCIe-2.0-Lane beispielsweise USB 2.0, SATA-3Gb/s, Mini-PCIe und mSATA. Den Micro-USB OTG und das analoge Audio gibt es nicht mehr. Die Open-Source-Platine Minnow Board Max unterstützt Debian, Yocto und Android 4.4 Kitkat.



