Intel: Linux bekommt experimentelle HDR-Unterstützung

Auf Grundlage einiger Kernel-Patches aus dem Sommer hat nun ein Intel-Entwickler Bestandteile für eine vollständige HDR-Unterstützung unter Linux umgesetzt. Die Arbeit ist aber lediglich ein Experiment und weit von einem stabilen Einsatz entfernt.

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HDR-Monitore wie Dells UP2718Q sind noch sehr selten.
HDR-Monitore wie Dells UP2718Q sind noch sehr selten. (Bild: Dell)

Als im Sommer dieses Jahres erste Patches für den Linux-Kernel veröffentlicht wurden, die erste Arbeiten zur Unterstützung von HDR umsetzen, schreibt der unter anderem für Intels Linux-Grafiktreiber zuständige Daniel Vetter, dass ohne Userspace-Code und die HDR-Implementierung im Compositor eine Überprüfung wenig Sinn ergebe. Der Entwickler Ville Syrjälä, der ebenfalls für Intel arbeitet, hat diesen Code nun für eben diese Teile veröffentlicht.

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Wie es in der Ankündigungsmail heißt, bauen sie auf dem zuvor schon verfügbaren Code für den Kernel auf und erweitern diesen nun entsprechend. Dazu hat Syrjälä das Wayland-Protokoll erweitert, die Implementierung dafür angepasst und ebenso die HDR-Fähigkeiten im Referenz-Compositor Weston umgesetzt. Hinzu kommen weitere Patches für den Linux-Kernel sowie die Grafikbibliothek Mesa. Letztere hat einige Vulkan- und EGL-Erweiterungen bekommen, die für wichtige HDR-Metadaten genutzt werden.

Noch nutzt der Code jedoch viele kleinere und größere Hacks. So werden die Metadaten des Clients, also der eigentlichen Anwendung, noch nicht wie vorgesehen vom Compositor an das Display gesendet, diese sind vielmehr derzeit noch fest konfiguriert. Darüber hinaus hat der Intel-Entwickler einige schnelle Entscheidungen für den Code getroffen, über deren langfristige Umsetzung wohl noch mit der gesamten Community diskutiert werden müsste.

Das Ziel einer Machbarkeitsstudie sei aber immerhin erreicht. So lasse sich mit dem nun verfügbaren Code ein HDR-Video wie vorgesehen ausgeben. Wann die Technik standardmäßig auf Linux-Desktops zur Verfügung steht, ist zurzeit aber nicht absehbar. So habe Syrjälä selbst etwa keinen festen Plan, die Technik weiter zu entwickeln. Auch wenn er angibt, sich vielleicht doch noch etwas damit zu beschäftigen. Er hoffe, dass sich andere Community-Mitglieder finden, die die HDR-Technik voranbringen könnten.

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