Intel: Linux beendet Itanium-Support

Neue Linux-Versionen bezeichnen den Support für die Itanium-Architektur als verwaist. Linux-Gründer Torvalds freut sich über den CPU-Tod.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux unterstützt Itanium künftig nicht mehr.
Linux unterstützt Itanium künftig nicht mehr. (Bild: Regina Hart, flickr.com/CC-BY 2.0)

In aktuellen Entwicklungszyklus der kommenden Linux-Version 5.11 gab es einige Probleme mit der veralteten Itanium-Architektur, die so gut wie nicht mehr genutzt wird. Deshalb hat sich wohl auch über mehrere Wochen niemand gefunden, um die Probleme zu lösen. Die Kernel-Entwickler ziehen daraus nun den einzig logischen Schluss und beenden offiziell die Unterstützung für Itanium, wie aus dem entsprechenden Patch hervorgeht.

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Zwar haben die beteiligten Entwickler den aufgetretenen Fehler mit einem kurzen Patch behoben. Das ist aber schon an den eigentlich zuständigen Betreuern vorbei umgesetzt worden. Denn wie der Entwickler Arnd Bergmann schreibt, kümmern sich die bisher zuständigen Betreuer von Intel nicht mehr um die Architektur, die auch als ia64 bezeichnet wird.

Chefentwickler und Linux-Gründer Linus Torvalds nahm das zum Anlass, den Kernel-Support für die Architektur auch offiziell einzustellen. Torvalds löschte dazu die Kontaktdaten der bisherigen Betreuer aus dem Quellcode und trug darüber hinaus den Support-Hinweise "verwaist" ein. Die Kernel-Betreuer übernehmen damit künftig keine Garantien mehr für die Funktionsweise des Architektur-Codes. Die Software kann aber prinzipiell weiter eingesetzt werden. Als nächster Schritt dürfte mittelfristig folgen, dass der Architektur-Code aus den Kernel-Quellen entfernt wird.

Torvalds begründet den Schritt damit, dass Hersteller Intel keine Bestellungen für Itanium-CPUs mehr akzeptiert, das gilt inzwischen auch für HPE, die die Architektur noch etwas länger am Leben erhalten haben. Torvalds schließt seinen Beitrag mit dem Star-Trek-Meme: "It's dead, Jim".

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Von Itanium gab es insgesamt fünf Generationen: Die ersten Modelle, intern Merced genannt, erschienen 2001 und erreichten bis zu 800 MHz. Die Kooperation von Intel und HP war der erste Versuch, eine 64-Bit-Variante der x86-CPU-Architektur zu erstellen, konnte sich aber nicht am Markt durchsetzen. Erfolg hatte stattdessen AMD mit seiner AMD64 genannten 64-Bit-Umsetzung von x86, die erstmals als Athlon64 im Jahr 2003 erschienen ist.

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MAD_onna 30. Jan 2021

MS ist ab Server 2008 aus der Unterstützung ausgestiegen. Ich sehe letztlich keinen...

rtlgrmpf 29. Jan 2021

Die Möglichkeit Befehle sehr kompakt war lange Zeit ein großer Vorteil von x86. Aber das...

brainslayer 29. Jan 2021

ja das ist naiv. erstens gibt es assembler code. zweitens muss man auch in c...



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