Intel-Kleinstrechner: Das war's für Galileo und Joule

Der Prozessorhersteller Intel hat mehrere für die Bastler- und Embedded-Szene gedachten Hardwareprodukte eingestellt. Darunter fallen das Galileo- und das Galileo-Gen2-Board ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) sowie jegliche Joule-Module inklusive Dev-Kits ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Hinzu kommen noch einige Edison Compute Module, das Edison Breakout Board und das Edison Kit for Arduino ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Die meisten Edison-Produkte hatte Intel aber schon Ende April 2017 eingestellt, weshalb das abzusehen war.


Bei den beiden Galileo-Platinen wundert uns Intels Vorgehensweise nicht. Die Kleinstrechner waren einige Jahre verfügbar und hatten mit der Joule-Plattform im August 2016 einen Nachfolger erhalten. Im Test des ersten Galileo-Boards ließ uns das Board 2013 etwas ratlos zurück, denn unter dem Arduino-Zuckerguss verbirgt sich Embedded-Hardware, die nicht wirklich einsteigerfreundlich zu programmieren ist. 2014 folgte Galileo Gen2 mit mehr I/O-Fähigkeiten.
Die Joule-Plattform hingegen ist deutlich leistungsstärker als die zwei Galileo, da das Modul auf einem flotten x86-Chip der Atom-Klasse basiert ( Broxton alias Embedded Apollo Lake ). Das Modul muss auf ein Breakout-Board gesteckt werden, dann gibt es unter anderem 4K-UHD-Grafik, ac-WLAN, Bluetooth 4.1, USB 3.0 und die typischen Schnittstellen GPIO und I2C sowie UART.

Intels Angebot für die Bastler- und Embedded-Szene umfasst somit nur noch das Arduino 101 von Oktober 2015. Diese Micro-Controller-Platine entstand aus der Kooperation zwischen Arduino und Intel. Uns hat der Arduino-101-Kleinstrechner beim Ausprobieren recht gut gefallen, da er weitestgehend dem Uno-Klassiker entspricht.