Einmal CPU kaputt machen für 20 US-Dollar

Schon seit Sandy Bridge funktioniert der älteste Trick beim Übertakten, nämlich das Erhöhen des Bustaktes für die CPU, nicht mehr so einfach wie gewohnt. Dieser auch BCLK genannte Wert von nominal 100 MHz ist bei allen seitdem erschienenen Core-CPUs für die interne Taktung aller Einheiten eines Prozessors, insbesondere den Ringbus, ein kritischer Wert. Sowohl Defekte als auch Instabilitäten oder falsche Daten sind durch stark erhöhte BCLK-Werte möglich, so dass Intel nur die Erhöhung um einstellige Prozentwerte erlaubte.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/f/d)
    enote GmbH, Berlin
  2. IT-Mitarbeiter (all Genders) für den Bereich Technical Support/1st Level Support
    Watson Farley & Williams LLP, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München
Detailsuche

Stattdessen konnten Overclocker den Takt der x86-Kerne vor allem durch höhere Multiplikatoren steigern, die dann dem Turbo-Boost mehr Spielraum gaben. Bei den meisten Mainboards war jedoch bei einem Multiplikator von 63 und damit 6,3 GHz für einen einzelnen Kern unter Last Schluss. Solche Frequenzen erreichen manche Übertakter durchaus, meist unter dem Einsatz von verflüssigten Gasen wie Stickstoff.

Effektiver Bustakt bis 167 MHz

Bei den Haswell-Prozessoren mit einem K oder X am Ende der Modellnummer, die für Overclocking vorgesehen sind, ist nun wie bei Sandy Bridge-E ein Multiplikator von maximal 80 möglich. Auch eine weitere Bremse hat Intel gelöst, indem für die Kerne selbst andere Frequenzteiler höhere interne Bustakte möglich machen: 100, 125 oder 167 MHz sind so effektiv möglich.

Den Ringbus und andere Teile der CPU übertaktet das dann nicht, der physikalische externe Takt kann weiterhin nur um 5 bis 7 Prozent gesteigert werden. Intel greift hier eine Overclocking-Idee aus der Pentium-Ära wieder auf, wo verschiedene Frequenzteiler auch für stabile Busse, aber höhere Kerntakte sorgen konnten.

  • Intels Übertaktungsversicherung (Folien: Intel)
  • Tipps von Overclocking-Profis
  • Tipps von Overclocking-Profis
  • Tipps von Overclocking-Profis
  • Overclocking ist nicht ohne Risiko...
  • ... wird aber immer beliebter.
  • Vier Bereiche der CPU sind beim Haswell-Übertakten zu beachten.
  • Der IVR generiert fünf Spannungen. (Folien: Intel)
  • Der IVR beherrscht alle Modi, die auch externe Spannungswandler bieten.
  • Haswell bekommt flexible Frequenzteiler für BLCK.
  • Vergleich der Overclocking-Funktionen bei Sandy Bridge-E, Ivy Bridge und Haswell
  • Alle einstellbaren Takte bei Haswell im Überblick
Intels Übertaktungsversicherung (Folien: Intel)
Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

In seinem Vortrag zum Übertakten von Haswell wies Intel auch auf ein bisher nur in den USA vorhandenes Angebot hin: Overclocker können dort direkt bei Intel eine Versicherung für ihre Prozessoren abschließen. Zwischen 20 und 35 US-Dollar kostet das, je nach Preis der CPU. Wenn ein Kunde diesen "Performance Tuning Protection Plan" (PTPP) abschließt, garantiert Intel ihm den einmaligen Austausch eines Prozessors, der durch Übertakten beschädigt wurde.

Intels normale Garantie gilt nur für den Betrieb innerhalb der Spezifikationen. Deutsche Kunden können von solchen Garantien in der Regel keinen Gebrauch machen, denn der Vertragspartner ist der Verkäufer, und der ist wiederum an die gesetzliche Gewährleistung gebunden. Manche PC-Hersteller garantieren aber freiwillig auch für übertaktete Komplettsysteme.

In der Bildergalerie zu dieser Meldung finden sich einige Praxistipps zum Übertakten aus Intels Vortrag. Sie sind jedoch nicht als Einstiegshilfe für das riskante Unterfangen geeignet, sondern bestätigen vielmehr die Beobachtungen von erfahrenen Overclockern, was die zahlreichen Werte und Ansatzmöglichkeiten betrifft.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Intel: Haswell mit Spannungswandler und Overclocking-Versicherung
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
DSGVO
Amazon bekommt 746 Millionen Euro Datenschutz-Strafe

Die Strafe gegen Amazon ist die wohl größte jemals von einer europäischen Datenschutzbehörde verhängte Summe. Die Kläger freuen sich.

DSGVO: Amazon bekommt 746 Millionen Euro Datenschutz-Strafe
Artikel
  1. Blue Origin: Bezos-Beschwerde zu Mondlandefähre abgelehnt
    Blue Origin
    Bezos-Beschwerde zu Mondlandefähre abgelehnt

    Damit Blue Origin doch noch den Auftrag für eine Mondlandefähre bekommt, hat Jeff Bezos Geld geboten und sich offiziell beschwert. Es half nichts.

  2. Black Widow: Scarlett Johansson verklagt Disney
    Black Widow
    Scarlett Johansson verklagt Disney

    Scarlett Johansson hat wegen des Veröffentlichungsmodells von Black Widow Klage eingereicht. Disney nennt das Verhalten "herzlos".

  3. Luftsicherheit: Wenn plötzlich das Foto einer Waffe auf dem iPhone erscheint
    Luftsicherheit
    Wenn plötzlich das Foto einer Waffe auf dem iPhone erscheint

    Ein Jugendlicher hat ein Foto einer Waffe per Apples Airdrop an mehrere Flugpassagiere gesendet. Das Flugzeug wurde daraufhin evakuiert.

TeslaTraX 12. Apr 2013

Im Grunde schon ...

Vradash 12. Apr 2013

Genau das dachte ich auch. Desweiteren kann man normalerweise auch selbst eine RMA...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Viewsonic XG270QG (WQHD, 165 Hz) 549,99€ • Mega-Marken-Sparen bei MediaMarkt (u. a. Razer) • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Gigabyte X570 AORUS Master 278,98€ + 30€ Cashback • Alternate (u. a. AKRacing Core EX-Wide SE 248,99€) • MMOGA (u. a. Fallout 4 GOTY 9,99€) [Werbung]
    •  /