Intel Haifa: Statt eines Entwicklungszentrums gibt es nur einen Parkplatz

Auch ohne Rezession hatte Intel bereits genug Probleme, CEO Pat Gelsinger gab sich jedoch stets kämpferisch. Mit viel Geld wollte er die Führung in der Halbleiterbranche zurückerobern. Der rückläufige Halbleitermarkt macht ihm einen Strich durch die Rechnung, jetzt fällt das erste Bauvorhaben dem Rotstift zum Opfer: In Haifa bekommt das dortige Entwicklungszentrum, so berichtet die israelische Zeitung Globes(öffnet im neuen Fenster) , nicht für 200 Millionen US-Dollar neue Büro- und Laborräume, sondern lediglich einen größeren Parkplatz (via Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster) ).
Haifa ist für Intel einer der wichtigsten Entwicklungsstandorte, hier entstanden Prozessorarchitekturen wie zuletzt Ice Lake. Das 2021 geplante Intel Development Center (IDC) 12 sollte die dortigen Kapazitäten erweitern, der Grundstein war laut Globes bereits gelegt. Da aber für Intel die Geschäfte aktuell schlechter laufen als geplant, wurden bereits bei der letzteren Bilanzpressekonferenz weitere Sparmaßnahmen angekündigt. Das IDC 12 ist das erste Bauvorhaben, das Intel komplett streicht.
Zuvor wurde bereits bekannt, dass der Baubeginn für die geplante Fab in Magdeburg verschoben wird . Hier deutete Intel an, dass die Investitionen möglicherweise geringer ausfallen könnten als bislang geplant.
Kein Stellenabbau, Apple hält an Entwicklungszentrum fest
Zumindest müssen sich die Angestellten in Haifa keine Sorgen um ihre Jobs machen: Intel sagte Globes, dass kein Stellenabbau geplant sei. Weltweit spart Intel auch beim Personal, bereits 2022 wurden umfangreiche Entlassungen bekanntgegeben , zuletzt wurde den Mitarbeitern der Fab im irischen Leixlip nahegelegt, unbezahlten Urlaub zu nehmen .
Neben Intel hatte auch Apple angekündigt, im Matam Park, dem größten und ältesten High-Tech-Standort in Israel(öffnet im neuen Fenster) , ein neues Entwicklungszentrum bauen zu wollen. Das Unternehmen hat, wie Globes erfuhr, seine Pläne nicht geändert.