Intel Foundry Services: Intel und MediaTek geben strategische Partnerschaft bekannt

MediaTek wird Intels erster großer Foundry-Kunde.

Artikel veröffentlicht am , Stephan Skrobisch
MediaTek M80
MediaTek M80 (Bild: MediaTek)

Das US-amerikanische Unternehmen Intel und der taiwanische Hersteller MediaTek haben heute ihre strategische Partnerschaft zur Herstellung von Chips mit den Prozesstechnologien der Intel Foundry Services (IFS) bekannt gegeben. Die Kooperation soll MediaTek dabei helfen, eine ausgewogene und widerstandsfähigere Lieferkette aufzubauen. MediaTek beabsichtigt, auf diverse Prozesstechnologien von Intel zurückzugreifen. Die hergestellten Chips sollen im Anschluss in Smart-Edge-Geräten zum Einsatz kommen.

IFS bietet eine Fertigungsplattform, die für hohe Leistung, geringen Stromverbrauch und eine ständige Konnektivität optimiert wurde. Die Roadmap reicht von produktionserprobten, dreidimensionalen FinFET-Transistoren bis hin zu Entwicklungen der nächsten Generation.

"MediaTek ein hervorragender Partner"

"Als einer der weltweit führenden fabriklosen Chipdesigner, der mehr als 2 Milliarden Geräte pro Jahr herstellt, ist MediaTek ein hervorragender Partner für den IFS", sagte IFS-Präsident Randhir Thakur. "Wir verfügen über die richtige Kombination aus fortschrittlicher Prozesstechnologie und geografisch breit gefächerten Kapazitäten, um MediaTek dabei zu helfen, die nächste Milliarde vernetzter Geräte für eine Vielzahl von Anwendungen zu liefern."

NS Tsai, Corporate Senior Vice President of Platform Technology & Manufacturing Operations bei MediaTek, sagte: "MediaTek verfolgt seit Langem eine Multi-Sourcing-Strategie. Wir haben eine bestehende Partnerschaft mit Intel und erweitern nun unsere Beziehung zur Herstellung von Smart-Edge-Geräten durch Intel Foundry Services. Mit seinem Engagement für umfangreiche Kapazitätserweiterungen bietet IFS MediaTek einen Mehrwert, da wir eine stärker diversifizierte Lieferkette anstreben. Wir freuen uns auf den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft."

Intels Foundry Services wurde im Jahr 2021 gegründet

IFS wurde 2021 gegründet, um die weltweit steigende Nachfrage nach modernen Halbleiterfertigungskapazitäten zu decken. Dabei unterscheiden sich Intels Foundry Services von anderen Anbietern. Laut eigenen Angaben liegt dies an einer Kombination aus modernster Prozess- und Gehäusetechnologie sowie einem IP-Portfolio und festen Kapazitäten in den Vereinigten Staaten und Europa. IFS-Kunden profitieren zudem von den kürzlich angekündigten Erweiterungen bestehender Fabriken und den Investitionen in neue Standorte seitens des Unternehmens.

Wie Golem.de bereits im Juni 2022 berichtete, entsteht in Magdeburg ab dem ersten Halbjahr 2023 eine Mega-Site. Diese umfasst zwei Fabs und soll spätestens - abhängig von den Behörden - 2027 fertiggestellt werden. Intel beabsichtigt in Magdeburg Angström-Nodes wie 20A und deren Nachfolger zu produzieren. Geplant ist die Fertigung für den Eigenbedarf und für Partner via IFS. Die Verantwortlichen wollen so 3.000 dauerhafte und 7.000 temporäre Arbeitsplätze schaffen. Insgesamt rechnet Intel mit Kosten in Höhe von 17 Milliarden Euro für die beiden in Sachsen-Anhalt geplanten Werke, wovon allein 2022 2,72 Milliarden Euro vom Bund gefördert werden.

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