Intel: Edison-Module und Arduino-Board werden eingestellt

Intel kündigt die Einstellung des x86-basierten SoC-Moduls Edison an, damit ist auch das Ende des darauf basierenden Arduino-Boards besiegelt. Ein Rückzug von Intel aus dem Embedded-Bereich und der Bastlerszene ist das aber nicht.

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Intel Edison
Intel Edison (Bild: Intel / Bearbeitung Aleander Merz (Golem.de))

Laut einer Product Change Notification von Intel werden Bestellungen für das Edison-Module und dem Edison Board for Arduino nur noch bis Mitte Mai 2017 entgegengenommen. Das Arduino-Board ist bereits von der zugehörigen Intel-Webseite verschwunden. Das Edison-Module und das Board sind danach nur noch bei Händlern mit entsprechenden Vorrat zu finden.

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Das Edison-Module wurde erstmals auf der CES im Januar 2014 vorgestellt, es basiert auf Intels Quark-SoC und unterstützt Bluetooth und WLAN. Bei der Produkteinführung im September 2014 wurden neben dem Module auch zwei Breakout-Boards vorgestellt. Darunter ein Arduino-kompatibles Modell, das vor allem Bastler ansprechen sollte.

  • Die Oberseite des Edison-Moduls ohne Abdeckung (Bild: Intel)
  • Die Unterseite des Edison-Moduls ohne Abdeckung (Bild: Intel)
  • Das einfache Breakout-Board. Die Lötlöcher liegen unter dem Modul. (Bild: Intel)
  • Das Breakout-Board im Arduino-Stil (Bild: Intel)
Die Oberseite des Edison-Moduls ohne Abdeckung (Bild: Intel)

Intel hat alternative Angebote im Portfolio

Intel hat bereits im Januar 2015 mit dem Curie-Module einen Nachfolger für den Edison vorgestellte, dem allerdings die WLAN-Fähigkeit fehlt. Auf Basis dieses Modules erschien im Oktober 2015 der Intel Arduino 101. Diese Mikrocontroller-Platine entstand aus der Kooperation zwischen Intel und Arduino, um die Bastlerszene und Bildungseinrichtungen zu bedienen. Es ist deutlich preiswerter und kleiner als das Edison-Arduino-Board.

Für High-End-Zwecke im Embedded-Bereich stellte Intel im August 2016 das teure Joule-Module vor. Das Module basiert auf der Atom-Prozessor-Architektur und bietet Grafikunterstützung.

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Aufgrund der Konkurrenz im eigenen Haus kommt die Einstellung des Edison-Modules nur bedingt überraschend, insbesondere, da Intel keinerlei Long-Term-Support für das Modul angeboten hat. Allerdings scheint sich der Anbieter bis vor kurzem selbst nicht über die Verfügbarkeit des Moduls sicher gewesen zu sein.

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