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Intel Edison ausprobiert: Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt

Beim Kleinrechner Edison macht Intel vieles richtig. Das erspart uns in einem neuen Bastelprojekt graue Haare. Ein großer Kritikpunkt bleibt allerdings.

Artikel von veröffentlicht am
Intel Edison mit Augen und Kamera
Intel Edison mit Augen und Kamera (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Von Da Vincis Mona Lisa heißt es, ihre Augen würden den Betrachter verfolgen. Davon inspiriert haben wir mit dem Intel Edison Arduino Kit ein Projekt umgesetzt, das ein Paar künstlicher Augen per Gesichtserkennung ebenfalls einer Person folgen lässt. Ganz nebenbei loten wir dabei die Leistung des auf 500 MHz getakteten Dual-Core-Atom im Edison aus. Wir prüfen auch, ob Intel bei der Entwickler- und Software-Unterstützung auf die Kritik aus der Community reagiert hat. Die grundlegenden technischen Daten haben wir bereits in einem früheren Artikel über das Edison-Modul beschrieben.

  • Der Aufbau des Projektes: Intel Edison, Webcam und Augen (Foto: Golem.de)
  • Die Ansteuerung der Augen über einen Servo (Foto: Golem.de)
Der Aufbau des Projektes: Intel Edison, Webcam und Augen (Foto: Golem.de)

Der Edison - ein Modul, verschiedene Boards

Nach den beiden Kleinrechnern Galileo 1 und Galileo 2 ist der Edison das dritte Produkt von Intel, das - auch - auf die Maker-Szene zielt. Während die Galileo-Boards klassische Tüftler-Boards sind, ist der Edison erst einmal nur ein Modul: eine kleine Platine mit Prozessoren (ein Dual-Core-Atom und ein Quark), RAM, Flash-Speicher sowie Bluetooth- und Wifi-Technik. Die Verbindung zur Außenwelt übernimmt ein kleiner Stecker mit 70 Pins.

Intel bietet zwei Boards an, auf die das Modul aufgesteckt werden kann, um sinnvoll mit ihm arbeiten zu können. Das Arduino-ähnliche Board bringt nicht nur Pin-Leisten im Arduino-Layout, sondern auch USB-Anschlüsse für verschiedene Aufgaben, einen MicroSD-Karten-Slot, einen Stromanschluss und diverse Taster zum Ein- und Ausschalten. Daneben gibt es noch ein reines Breakout-Board, das im Wesentlichen die 70 Pins des Modulsteckers im 2,54-mm-Raster ausführt und ansonsten nur einen USB-Anschluss ergänzt. Seeed Studio hat ebenfalls eine Reihe von kleinen Platinen angekündigt, die spezielle Funktionen des Moduls nutzbar machen.

Intel reagiert auf Trend

Kleinrechner und Entwicklerkits werden immer häufiger direkt in fertigen Produkten verbaut, anstatt dass auf Basis dieser Designs eigene Platinen konzipiert und angefertigt werden. Das ist zwar einfacher und bei Kleinserien durchaus preiswerter - aber Entwicklerkits brauchen mehr Platz, schleppen vom Produkt ungenutzte Elektronik mit sich herum, und wenn die Stückzahlen größer werden, wird es doch teuer.

  • Die Oberseite des Edison-Moduls ohne Abdeckung (Bild: Intel)
  • Die Unterseite des Edison-Moduls ohne Abdeckung (Bild: Intel)
  • Das einfache Breakout-Board. Die Lötlöcher liegen unter dem Modul. (Bild: Intel)
  • Das Breakout-Board im Arduino-Stil (Bild: Intel)
Die Oberseite des Edison-Moduls ohne Abdeckung (Bild: Intel)
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Durch die Trennung von Rechner und Peripherie können Entwickler einen Mittelweg einschlagen: Die Entwicklung erfolgt über das Edison-Modul mit Hilfe des Arduino-Boards oder handgelötet per Breakout-Board. Für das fertige Produkt hingegen ist nur noch eine, einfacher zu konzipierende, Platine für die Peripherie notwendig. Das komplexere Edison-Modul hingegen kann einfach weiterverwendet werden. Auch die Raspberry Pi Foundation verfolgt mit dem Compute-Modul den gleichen Ansatz für den Raspberry Pi.

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derdiedas 21. Nov 2014

Na ja - das Edison/Arduino Gespann ist nun so viel kleiner nicht. Das reine Edison Modul...

_speedy_ 21. Nov 2014

und vom USB-Stick? Von SD wäre natürlich genial und vielleicht besser Intel hier ja noch...

Zwangsangemeldet 20. Nov 2014

Irgendwie ist die Betonung des Sprechers im Video ... hmm, naja, seltsam. *Sehr* seltsam...


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