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Yocto-Linux und IDEs

Beim Test des Intel Galileo waren wir von Yocto-Linux alles andere als begeistert. Yocto ist weniger eine klassische Distribution als ein Baukasten, mit dem eine eigene Distribution für Embedded System konfiguriert und erstellt werden kann. Das wäre als solches noch kein Problem, nur war das Standard-Image des Galileo eher sparsam mit Software ausgestattet, und es erforderte Zeit sowie Know-how, zusätzliche Software zu installieren, sowie einen Desktop-Rechner für die notwendigen Tätigkeiten.

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Auch das Linux-Image des Edison basiert wieder auf Yocto. Intel hat während einer Fragerunde auf der Maker Faire 2014 in Rom auch noch einmal bestätigt, dass das Unternehmen für den Galileo und den Edison an Yocto festhalten wird, trotz anhaltender Kritik durch die Community.

Zwei Dinge machen den Umgang mit Yocto auf dem Edison aber mittlerweile angenehmer. Zum einen ist die Basisinstallation auf dem Edison deutlich umfangreicher und enthält nun unter anderem auch eine GCC-Installation. Zum anderen gibt es inzwischen ein - wenn auch inoffizielles - Package Repository für den Galileo wie auch den Edison.

Dass Yocto ein auf OPKG basierendes Package-Managementsystem enthält, dokumentiert Intel nun auch zum ersten Mal - denn eine eigene Entwicklerbibliothek wird merkwürdigerweise über ein eigenes Repository angeboten. Doch zu dieser später mehr.

Alternativ kann auch Ubilinux auf dem Edison eingesetzt werden. Diese Linux-Distribution auf Debian-Basis wurde ursprünglich für den Galileo konzipiert und ist inzwischen auch auf dem Edison lauffähig. Sie wird dort im Flash-Speicher anstelle des Yocto-Linux installiert.

Die IDEs im Überblick

Intels Fork der Arduino IDE unterstützt auch den Edison. Ein kompilierter Sketch wird über die serielle USB-Schnittstelle auf dem Edison permanent im Flash-Speicher abgelegt und sofort gestartet. Auch nach einem Neustart und dem Booten wird der Sketch automatisch wieder ausgeführt.

Die Arduino IDE sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch auf dem Edison-Arduino-Board nicht jedes Shield funktioniert, noch jeder Sketch oder jede Arduino-Bibliothek.

Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass Intel neue, eigene Entwicklungsumgebungen favorisiert: eine IDE mit dem etwas sperrigen Namen Intel XDK IoT Edition für die Programmierung mit Node.js und die genauso kryptisch benannte IoT DK-IDE, bei der es sich um ein vorkonfiguriertes Eclipse Kepler handelt - inklusive Cross-Compiler-Werkzeuge.

Beiden ist gemeinsam, dass sie über das Netzwerk mit dem Edison kommunizieren statt über USB. Auch Remote-Debugging ist darüber möglich. Dafür laufen auf dem Edison spezielle Dienste. Diese Art von Schnittstelle ist durchaus ein Sicherheitsrisiko. Deshalb kann der Zugriff auf den Edison mit dem Werkzeug iotkit-agent auf festgelegte IPs beschränkt werden.

Die Eclipse-basierte IDE enthält keine Überraschungen; wer Eclipse ansatzweise kennt, sollte keine Probleme haben. Einzig anders ist die Notwendigkeit, Eclipse mitzuteilen, unter welcher IP der Edison erreichbar ist. Ansonsten funktionieren die Entwicklung und das Debuggen wie bei Eclipse gewohnt.

Node.js statt Arduino

Die XDK-IoT-IDE ist einerseits eine optisch schlanke, anfängerfreundliche IDE im Vergleich zu Eclipse, andererseits deutlich mehr IDE als die sehr rudimentäre Arduino-IDE. So enthält die XDK-IDE ein Projektmanagement und einen Debugger.

Gedacht ist die XDK-IDE für die Entwicklung von serverseitigen Node.js-Anwendungen wie clientseitige HTML-5-/Javascript-Apps für Smartphones und Tablets.

Die IDE kümmert sich nicht nur um die Übertragung von Node.js-Anwendungen auf den Edison. Die Anwendung wird als NPM-Package generiert und korrekt installiert. Erfordert die Anwendung zusätzliche Node.js-Module, werden diese auf dem Edison automatisch installiert beziehungsweise auch kompiliert, wenn dies notwendig ist.

Der Debugger kommt uns bekannt vor, es handelt sich dabei offensichtlich um den Chrome-Debugger, der auch das Remote-Debugging von Javascript-Anwendungen beherrscht.

Im Verhalten identisch mit der Arduino-IDE ist die dauerhafte Speicherung der Javascript-Anwendung auf dem Flash-Speicher des Edison und dem automatischen Start der Anwendung, auch nach einem Neustart.

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derdiedas 21. Nov 2014

Na ja - das Edison/Arduino Gespann ist nun so viel kleiner nicht. Das reine Edison Modul...

_speedy_ 21. Nov 2014

und vom USB-Stick? Von SD wäre natürlich genial und vielleicht besser Intel hier ja noch...

Zwangsangemeldet 20. Nov 2014

Irgendwie ist die Betonung des Sprechers im Video ... hmm, naja, seltsam. *Sehr* seltsam...


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