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Intel-CPU: Mit Kittson endet die Itanium-Ära

Die Itanic ist endgültig gesunken: Intel hat die Kittson genannten Server-CPUs eingestellt. Die Itanium-Modelle waren ohnehin nur eine minimal überarbeitete Version ihrer Vorgänger, weshalb Kunden wie HPE Alternativen benötigen.

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Poulson-/Kittson-Wafer
Poulson-/Kittson-Wafer (Bild: Intel)

Intel wird die Kittson genannten Itanium-9700-CPUs nicht mehr produzieren, das gab der Hersteller per Product Change Notification (PDF) bekannt. Partner wie Hewlett Packard Enterprise - der praktisch einzige noch relevante - haben Zeit bis Ende Januar 2020, noch Prozessoren zu bestellen, denn Ende Juli 2021 erfolgt laut Intel die letzte Auslieferung. Die Kittson-CPUs wurden im Mai 2017 vorgestellt, sie unterscheiden sich aber kaum von ihren Poulson-Vorgängern, sondern takten nur höher.

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Beide Itanium-Designs sind kompatibel, da der Sockel LGA 1248 mit DDR3-1066-Arbeitsspeicher verwendet wird. Die CPUs nutzen 4 Kerne oder 8 Kerne mit Hyperthreading für 8 oder 16 Threads. Hergestellt werden Poulson wie Kittson im alten planaren 32-nm-Verfahren. Daraus resultieren 3,1 Milliarden Transistoren und eine TDP von bis zu 170 Watt. Gedacht sind die Chips für Systeme im Mission-Critical-Bereich, was einer der Gründe ist, wieso HPE die Itanium noch für die Integrity-i6-Server am Laufen hält.

Einst sollten die Prozessoren aufgrund ihrer Epic-VLIW-Architektur und des nativ ausführbaren 64-Bit-Codes einen Vorteil gegenüber den damals üblichen 32-Bit-CPUs aufweisen. Angesichts von AMDs Sledgehammer-Opterons (K8-basiert) ab 2003 und ein Jahr später durch Intels eigene Nocona-Xeons (Netburst mit Intel64) erwiesen sich die seit 2001 verfügbaren Itaniums aber als Fehlinvestition. In der Branche kursiert daher die spöttische Bezeichnung Itanic - angelehnt an die angeblich unsinkbare Titanic.

Von den Itanium gab es insgesamt fünf Generationen: Die ersten Modelle, intern Merced genannt, erschienen 2001 und erreichten bis zu 800 MHz. Es folgte die Itanium 2 alias McKinley im 180-nm-Verfahren und später der Madison genannte 130-nm-Shrink, abgelöst wurden sie durch Dualcores namens Montecito (9000) sowie Montvale (9100) jeweils in 90 nm. Erst mit Tukwila (9200) machte Intel den Schritt zu Quadcores in 65 nm, danach Poulson (9500) und Kittson (9700) als Octacores.



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