Intel-CPU: Erste Preise für Haswell-E mit sechs oder acht Kernen

Bei einem US-Händler wird Intels kommende Serie Haswell-E bereits gelistet. Während das Topmodell Core i7-5960X als Octacore kaum teurer wird, ist eine kleinere Version kostspieliger als der Vorgänger. Das liegt offenbar an der gesteigerten Zahl von Kernen.

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Intels Luftkühler für den Sockel LGA2011 auf einem Asus P9X79 Pro
Intels Luftkühler für den Sockel LGA2011 auf einem Asus P9X79 Pro (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Auch in der Einstiegsklasse der Extreme-CPUs gibt es bei Intel bald sechs statt bisher vier Kerne - aber zu einem kleinen Aufpreis. Das geht aus dem Angebot eines US-Versenders hervor, das CPU-World entdeckt hat. Dort kostet der Core i7-5820K rund 425 US-Dollar und damit etwa 80 Dollar mehr als der Vorgänger Core i7-4820K. Der wesentliche Unterschied der beiden Prozessoren: Der 5820K hat sechs Kerne, der 4820K nur vier.

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Nach den bisherigen inoffiziellen Informationen ist aber bei manchen Haswell-E der Takt etwas geringer als beim Vorgänger Ivy-Bridge-E. So kommt der 5820K nur auf 3,3 bis 3,6 GHz, der 4820K erreicht 3,7 bis 3,9 GHz. Alle Extreme-CPUs eignen sich aber recht gut fürs Übertakten, was durch einen offenen Multiplikator erleichtert wird. Daher sollten auch die neuen Modelle mindestens den Takt der früheren erreichen können.

Mittelklasse etwas höher getaktet

Das nächstgrößere Modell ist der 5930K, der für 632 US-Dollar angeboten wird und auf 3,5 bis 3,7 GHz kommt. Er ist bei diesem Händler in etwa genauso teuer wie der 4930K mit 3,4 und 3,6 GHz. Beide CPUs besitzen sechs Kerne, das neue Modell ist also auch trotz der Architekturverbesserungen nur minimal schneller. Allenfalls der DDR4-Speicher mit effektiv 2.400 MHz kann das vielleicht ausgleichen, schon für DDR3 gibt es aber auch deutlich höher getaktete Module.

Beim Topmodell Core i7-5960X gibt es für annähernd den gleichen Preis von 1.100 US-Dollar endlich auch für Desktop-PCs acht statt sechs Kerne, die der 4960X bietet. Dafür ist der Takt von 3,6 bis 4,0 GHz auf 3,5 bis 3,7 GHz etwas gefallen - ohne Overclocking profitiert also nur sehr gut in Threads aufgeteilte Software von der neuen CPU.

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Dass der US-Händler den alten und den neuen Spitzenreiter unter Intels Desktopprozessoren nicht für die seit vielen Jahren geltenden 999 US-Dollar anbietet, dürfte am üblichen Neuheitenaufschlag für High-End-Hardware liegen. Üblicherweise werden Preise in den USA ohne die örtlich verschiedenen Steuern angegeben. In Deutschland kostet der 4960X derzeit rund 950 Euro, ein ähnlicher Preis ist nach dem ersten Ansturm auf die CPUs auch für den 5960X zu erwarten.

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