Intel Core i9-14900KS: So viel CPU, wie man kühlen kann

Intel hat heute den Core i9-14900KS vorgestellt. Der Prozessor war bereits Gegenstand zahlreicher Leaks und Erwartungen, wobei die Informationen zuletzt weitgehend zutreffend waren. Der Aufbau bleibt mit 8 P-Kernen und 16 E-Kernen identisch zum Ursprungsmodell, dem Core i9-14900K. Die Taktrate kann Intel auf bis zu 6,2 GHz anheben, sofern Käufer die entsprechenden Voraussetzungen schaffen.
Denn die CPU richtet sich ganz klar an Enthusiasten, die beim Bau ihres High-End-PCs weder beim Budget noch bei technischen Lösungen größere Kompromisse eingehen wollen. Mit einer Kernspannung von bis zu 1,5 Volt braucht es bereits für Spiele eine adäquate Kühllösung, um 6,2 GHz mit Turbo Boost 3.0 auch tatsächlich zu erreichen.
Bei Auslastung aller Kerne taktet die CPU mit bis zu 5,9 GHz auf den Performance-Kernen sowie 4,5 GHz auf den Effizienz-Kernen. Die Leistungsaufnahme kann dabei durchaus 400 Watt überschreiten, sofern der Prozessor nicht per UEFI-Einstellungen eingeschränkt wird. Offiziell liegt die TDP des Prozessors bei 150 Watt, in der Praxis stellt das aber selbst für einen regulären Core i9-14900K eine Einschränkung bei Belastung aller Kerne dar.
Kaum ein CPU-Kühler reicht wirklich aus
Das realistische Limit ist die Abwärme, die von der verwendeten Kühlung auch tatsächlich abgeführt werden kann. In ersten Testberichten ist dafür selbst eine 360-mm-Wasserkühlung von EK Waterblocks(öffnet im neuen Fenster) in Kombination mit einem Thermalgrizzly Contact-Frame(öffnet im neuen Fenster) nicht ausreichend. Die Temperatur erreicht in Cinebench R23 bereits nach wenigen Sekunden die Grenze von 100 Grad Celsius, ab dort drosselt die CPU ihre Taktrate, um nicht noch wärmer zu werden.
| Kerne (P+E) | P-Cores | E-Cores | L3 | Grafik | PBP | MTP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i9-14900KS | 8C/16T + 16C | 3,2 GHz bis 6,2 GHz | 2,4 GHz bis 4,6 GHz | 36 MByte | Xe (32 EU) | 150 Watt | 253 Watt |
| Core i9-13900KS | 8C/16T + 16C | 3,2 GHz bis 6,0 GHz | 2,4 GHz bis 4,3 GHz | 36 MByte | Xe (32 EU) | 150 Watt | 253 Watt |
| Core i9-12900KS | 8C/16T + 8C | 3,4 GHz bis 5,5 GHz | 2,5 GHz bis 4,0 GHz | 30 MByte | Xe (32 EU) | 150 Watt | 241 Watt |
| Core i9-12900K(F) | 8C/16T + 8C | 3,2 GHz bis 5,2 GHz | 2,4 GHz bis 3,9 GHz | 30 MByte | Xe (32 EU) | 125 Watt | 241 Watt |
Erst Direct-Die-Kühlung (Paywall) brachte die Temperatur langfristig auf ein akzeptables Niveau. Der dafür nötige Umbau geht allerdings mit Garantieverlust einher und kann schlimmstenfalls zu irreparablen Schäden führen. Das Ergebnis der Mühen ist im Test von Overclock3d(öffnet im neuen Fenster) eine Mehrleistung von 4 bis 6 Prozent beim 3D-Rendering. Im ausführlichen Spiele-Test von Computerbase(öffnet im neuen Fenster) zeigt sich jedoch, dass der Core i9-14900KS vor allem für einige Spiele interessant ist.


Denn während die durchschnittliche Bildrate in vielen Spielen bei AMDs X3D-Prozessoren höher ist, gewinnt Intel durchaus in einigen Titeln bei den wichtigen 1%-Fps. Zumindest theoretisch läuft das Spiel damit in anspruchsvollen Szenen flüssiger. Der Intel Core i9-14900KS ist zu allen Z690 und Z790-Mainboards kompatibel, auch DDR4 wird weiterhin unterstützt. Die CPU soll in Deutschland ab dem 14. März 2024 ab 699 US-Dollar erhältlich sein, wir gehen in Deutschland von rund 750 Euro aus.